Eine vierköpfige Kommission untersucht die Landfahrerfamilie Pämb
<p><strong><em>München-Graggenau</em></strong> * Eine vierköpfige Kommission untersucht die <em>Landfahrerfamilie</em> Pämb. Auf Wunsch von Herzog Maximilian I. soll zunächst geprüft werden, ob sich die Familie tatsächlich für ein öffentlichkeitswirksames Exempel eignet. Die Kommission scheint zufrieden. Denn vor ihnen stehen zwei alte, ausgezehrte Menschen und zwei Burschen, die alle vier bereits durch die <em>Folter</em> gezeichnet sind, dazu ein zehnjähriges Kind. Sie sind davon überzeugt: diesen Delinquenten kann man alles mögliche andichten, auch eine <em>Teufelsanbetung</em>. Begeistert erstattet man dem Herzog davon Bericht.</p>
<p>Den <em>Hexen-Prozess</em> leitet der <em>Hofratskommissar </em>Dr. Johann Simon Wagnereckh. Zunächst befragt er den kleinen Hansel. Mit anwesend sind dabei die <em>Hofräte</em> Jacob Hainmüller und Ernst von Roming, ein <em>Schreiber</em> sowie der <em>Eisenmeister</em> Sebastian Georg, der zugleich der Verwalter des <em>Falkenturms </em>und oberster <em>Folterknecht</em> ist.</p>
<p>Zunächst soll Hansel nur sagen, ob seine Brüder jemals <em>abgeschnittene Kinderhände</em> mit sich geführt hätten. Schockiert schüttelt Hansel den Kopf und gab damit das Zeichen für die <em>Folterknechte</em>. Nach der <em>Tortur</em> gesteht der Zehnjährige alles, was man ihm an Unterstellungen über seine Brüder eingeredet hat. </p>
<ul>
<li>Ja, sie haben Kindern die Hände abgeschnitten,</li>
<li>ja, sie haben Schwangere ermordet, um an die Hände der Ungeborenen zu kommen.</li>
<li><em>„Ja“</em>, immer wieder <em>„ja“</em>. </li>
</ul>
Ort:
Straße: 0
Stadtteil: 0
Personen: Pämb Hansel angeblicher Hexer, Wagnereckh Johann Simon Dr. Hofrat, Hainmüller Jacob Hofrat, Roming Ernst von Schreiber, Georg Sebastian Folterknecht
Suchbegriffe: Hexenverfolgung, Hexen, Pappenheimer-Prozess, Falkenturm, Landfahrerfamilie, Folter, Teufelsanbetung, Kinderhände, Tortur, Ungeborene
Koordinaten: ,