Am 27. April geschah

  • 27.4.1528 (vor 498 Jahren)

    München * Herzog Wilhelm IV. erlässt ein weiteres Mandat gegen die Wiedertäufer.


  • 27.4.1628 (vor 398 Jahren)

    München - Amberg * Kurfürst Maximilian I. erlässt, nachdem er mit der Oberpfalz belehnt worden ist, ein Religionsmandat mit dem eine radikale Gegenreformation eingeleitet wird. 


  • 27.4.1701 (vor 325 Jahren)

    Haidhausen * Paulus Graf von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn, der Hofmarkherr von Haidhausen, Reichshofrat und kurbaierischer Obersthofmeister, stirbt in München. Er wird in der Pfarrkirche von Mickhausen begraben.

    Die Hofmark Haidhausen erbt seine Ehefrau Anna Maria Katherina de Saint German, eine verwitwete Gräfin Törring-Seefeld. 


  • 27.4.1803 (vor 223 Jahren)

    Regensburg * Mit der kaiserlichen Ratifikation tritt der Reichsdeputationshauptschluss formell in Kraft.


  • 27.4.1828 (vor 198 Jahren)

    London * Der London Zoo wird von der Zoological Society of London gegründet und zunächst ausschließlich wissenschaftlich genutzt. 


  • 27.4.1847 (vor 179 Jahren)

    London * Mit der Öffnung für die Öffentlichkeit entwickelte sich der London Zoo zu einem der ersten modernen zoologischen Gärten Europas und dient als Vorbild für zahlreiche spätere Zoogründungen.


  • 27.4.1848 (vor 178 Jahren)

    München * Prinz Otto Wilhelm Luitpold Adalbert Waldemar, der jüngere Bruder des Kronprinzen Ludwig II., der spätere König Otto I. von Bayern, wird geboren. 


  • 27.4.1861 (vor 165 Jahren)

    München * Prinz Otto wird an seinem 13. Geburtstag von seinem Vater zum Unteroffizier ernannt. 


  • 27.4.1866 (vor 160 Jahren)

    München * Prinz Otto erreicht seine Volljährigkeit mit Vollendung seines 18. Lebensjahres. Damit steht ihm ein eigener Hofstaat, eine Apanagenvon 80.000 Gulden und eine Beförderung zum Hauptmann im Infanterie-Leib-Regiment zu. 


  • 27.4.1869 (vor 157 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Prinz Otto wird in die Kammer der Reichsräte eingeführt. 


  • 27.4.1900 (vor 126 Jahren)

    München-Bogenhausen * Die Firma Heilmann und Littmann beginnt mit den Erdaushubarbeiten für das neue Festspielhaus am Prinzregentenplatz.


  • 27.4.1918 (vor 108 Jahren)

    München - Traunstein * Da der bayerische Staatsangehörige Erich Mühsam nicht ausgewiesen werden kann, wird für ihn ein Zwangsaufenthalt in Traunstein angeordnet.

    Er soll bei der Traunsteiner Handelsbank für 3 Mark täglich Arbeiten eines Lehrlings ausführen. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * München ist inzwischen von der Außenwelt vollständig abgeschnitten.


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die Bewohner Münchens sind weiterhin willkürlichen Verhaftungen, Beschlagnahmungen, Plünderungen und Bedrohungen ausgesetzt.


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Das Hofbräuhaus-Parlament tritt auch an diesem Sonntag zusammen. Die am Vortag gebildete Zehnerkommission berichtet den Betriebs- und Soldatenräten über das Ergebnis ihrer Untersuchungen zur  sogenannten Passangelegenheit

    Die Pässe wurden im Auftrag von Max Levien geholt, „um sie der Bourgeoisie zu entziehen und ihr die Flucht in das Ausland unmöglich zu machen“. Über den Verbleib der Pässe können allerdings keine Aussagen gemacht werden. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Über das Auftauchen der Zehnerkommission - mit Unterstützung von zehn Angehörigen der Roten Armee - im Beratungszimmer des Vollzugsausschusses beschwert sich Eugen Leviné in der Versammlung im Hofbräuhaus.


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Graggenau * Im Festsaal des Hofbräuhauses eskaliert nun der Konflikt zwischen den Befürwortern und Gegnern der Verhandlungen mit der Regierung Hoffmann.

    Verhandlungen mit der Bamberger Regierung sind jedoch nicht mehr möglich, da sowohl die Regierung des Freistaats Bayern als auch die Reichsregierung die Bedingungslose Kapitulation und die Auslieferung aller Führer fordern.

    „Die Verhältnisse in Südbayern haben sich nunmehr durch Verschulden des Münchener Terrors zum direkten Kriegszustand entwickelt. [...] Gewalt kann nur mit Gewalt bekämpft und unterdrückt werden. Verhandlungen, Besprechungen und Abmachungen mit den Volksfeinden, die unser Südbayern ins Unglück gestürzt haben, sind vergeblich“.

    Durch diese unnachgiebige Haltung sehen die Kommunisten keine andere Wahl, als bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Sieg oder Niederlage - dazwischen gibt es für sie keine Alternative. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Graggenau * Ernst Toller bekräftigt im Hofbräuhaus erneut seine Meinung, dass die jetzige Räteregierung eine „Gefahr für das Proletariat und die Räterepublik“ darstellt.

    Die Betriebs- und Kasernenräte zwingen den Aktionsausschuss zum Rücktritt und entziehen damit auch dem Vollzugsrat das Vertrauen. Damit beenden sie die kommunistische Diktatur des Proletariats von Eugen Leviné und Max Levien. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Graggenau * Anschließend bildet sich eine „Geschäftskommission der Betriebs- und Soldatenräte“, der keine Kommunisten, sondern ausschließlich Mitglieder der USPD, darunter Ernst Toller und Gustav Klingenhöfer angehören. Gustav Landauer bietet diesem sofort seine Mitarbeit an.

    Sie soll bis zur Wahl eines neuen Aktionsausschusses am nächsten Tag regieren. Damit beginnt die nur einen Tag andauernde „Diktatur der Betriebsräte“


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die am Tag zuvor verhafteten Mitglieder und Anwärter der Thule-Gesellschaft werden auf einem Plakat als „gemeingefährliche Bande von Verbrechern“ bezeichnet, die neben der Fälschung militärischer Stempel auch Diebstähle, Plünderungen und sogar Viehraub im großen Stil begangen hat. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    Freistaat Bayern * Auf Befehl des Reichswehrtruppenkommandos sind Generalleutnant Ernst von Oven alle bayerischen und württembergischen Truppen einschließlich des Freiwilligen Bayerischen Schützenkorps unter Oberst Franz Ritter von Epp unterstellt. 


  • 27.4.1919 (vor 107 Jahren)

    Moskau - München * Der russische Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin gratuliert telegrafisch aus Moskau zur Räterepublik. Das Schreiben erreicht jedoch keinen der beglückwünschten Empfänger. 


  • 27.4.1921 (vor 105 Jahren)

    Paris * Die alliierte Reparationskommission modifiziert die Zahlungsforderungen: Das Deutsche Reich soll 132 Milliarden Goldmark in 66 Jahresraten zahlen. 


  • 27.4.1932 (vor 94 Jahren)

    München-Haidhausen * Der Rektor der Universität erklärt gegenüber dem Kultusministerium, dass er die Ernennung des neuen Vorstands der Maximilianeum-Stiftung in Anspruch nehmen werde. Falls sich das Kultusministerium weigern würde, droht er mit Klage vor dem Verwaltungsgericht.


  • 27.4.1933 (vor 93 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Stücks „Ehescheidung vor Gericht“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“, Sonnenstraße 23.

    Innerhalb von 15 Minuten tritt Liesl Karlstadt als Ehemann, Ehefrau, Sohn, preußischer Untermieter und als „Ratschkathl“ auf.
    Das Stück wird in 64 Vorstellungen aufgeführt.


  • 27.4.1993 (vor 33 Jahren)

    München-Au * Die Stadtbaurätin Christiane Thalgott teilt dem Dipl.-Ing. Klaus Schmidt die Schwierigkeiten mit dem Karl-Valentin-Geburtshaus in der Zeppelinstraße 41 mit. 


  • 27.4.2014 (vor 12 Jahren)

    Rom-Vatikan * Papst Franziskus spricht zwei Päpste heilig. Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. werden unter den 839 Heiligen aufgenommen, die seit 1594 formal anerkannt sind. Sie gelten als Vorbilder eines christlich geführten Lebens und dürfen von den Katholiken in Gebeten angerufen werden. 


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