Am 15. Juni geschah

  • 15.6.1158 (vor 868 Jahren)

    München * Mit dem Augsburger Schied tritt München am 14. Juni 1158 in die Geschichte ein. Ein gern erzähltes Märchen bezeugt, dass Herzog Heinrich der Löwe am nächsten Tag die Löwenbrauerei gegründet hat.

    Für die Zeit der Stadtgründung Münchens ist ein Hausbraurecht als gesichert anzunehmen. Das Brauen gehört - wie das Brotbacken - zu den Pflichten der Hausfrau.


  • 15.6.1627 (vor 399 Jahren)

    Au * Kurfürst Maximilian I. genehmigt den Paulanern die Niederlassung in der Pfarrei Neudeck.


  • 15.6.1685 (vor 341 Jahren)

    Wien * Kurfürst Max Emanuel und Erzherzogin Maria Antonia heiraten in Wien.


  • 15.6.1686 (vor 340 Jahren)

    Buda/Ofen * Zwei Jahre nach der erfolglosen Belagerung von Buda/Ofen wird ein wiederholter Feldzug zur Einnahme der ungarischen Hauptstadt gestartet, an der diesmal mit 75.000 bis 80.000 Mann eine doppelt so starke christliche Streitmacht teilnimmt. Die erneute Belagerung beginnt. 


  • 15.6.1761 (vor 265 Jahren)

    Berg am Laim * Bei einem „förchterlichen Hagelsturz“ fallen „pfundschwere Hagelkörner“ nieder. 


  • 15.6.1802 (vor 224 Jahren)

    München-Kreuzviertel - Neuburg * Um 4 Uhr früh wird ein Teil der zwanzig Karmelitinnen und zwei Novizinnen auf Wägen gesetzt und in ihre neue Niederlassung nach Neuburg gebracht, wo sie am späten Abend ankommen. Zu Protesten der Bevölkerung kommt es nicht. 


  • 15.6.1832 (vor 194 Jahren)

    Homburg * Der Jurist und Publizist Dr. Johann Georg August Wirth, einer der Wortführer des Hambacher Festes, stellt sich in Homburg selbst der Polizei.


  • 15.6.1834 (vor 192 Jahren)

    Schloss Maxlrain * In der Nacht vom 15. zum 16. Juni 1834 verüben - angeblich - die Haberer einen „lebens- und eigentumsgefährlichen Angriff auf das Schloß Maxlrain“.

    Doch bei der „Schlacht von Maxlrain“ sind vollkommen andere Gründe maßgeblich. Bestimmt werden Mord- und Branddrohungen ausgesprochen, denn die bewaffneten Burschen verdächtigen den Maxlrainer Jäger des Mordes an einem ihrer Freunde. Der Aufruhr läuft ziemlich unorganisiert ab und hat auch sonst nur wenig Ähnlichkeit mit einem Haberfeldtreiben. 


  • 15.6.1838 (vor 188 Jahren)

    Bogenhausen * Kurz nach dem Tod von Graf Maximilian Joseph von Montgelas verkauft sein gleichnamiger Sohn den gesamten Bogenhausener Besitz an Herzog Max in Bayern, der auch „Zither-Maxl“ genannt wird. Dieser erwirbt zusätzlich weitere Grundstücke und vergrößert damit seinen Besitz. 


  • 15.6.1869 (vor 157 Jahren)

    Schloss Linderhof * Georg Dollmann legt König Ludwig II. einen Kostenvoranschlag für einen Byzantinischen Palast im Graswangtal vor. 


  • 15.6.1883 (vor 143 Jahren)

    Deutsches Reich * Das Gesetz zur Krankenversicherung der Arbeiter tritt als Teil der Sozialgesetzgebung in Kraft. 


  • 15.6.1886 (vor 140 Jahren)

    Schloss Fürstenried * Oberhofmarschall Ludwig Freiherr von Malsen und General Siegmund Freiherr von Pranckh besuchen den neuen König Otto I. und melden ihm den Tod seines Bruders Ludwig. II.. Otto zeigt keine Regung auf die Todes-Nachricht.  

    Danach wird ihm die Thronfolge- und Regentschaftsproklamation verlesen. Er freut sich offensichtlich darüber, künftig mit Majestät angesprochen zu werden. Ob er jedoch die Nachricht in Gänze begriffen hat, wird schon damals bezweifelt. 


  • 15.6.1888 (vor 138 Jahren)

    Berlin * Wilhelm II. von Preußen wird Deutscher Kaiser und übernimmt damit die Macht im Deutschen Reich. Die Kolonialbewegung ist inzwischen zu einem ernstzunehmenden Faktor in der deutschen Innenpolitik herangewachsen. In den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik entwickelt sich ein Großmachtstreben. 


  • 15.6.1893 (vor 133 Jahren)

    München - Deutsches Reich - Berlin * Bei der Reichstagswahl des Jahres 1893 sind über 106.800 Münchner Männer wahlberechtigt. 

    • Den Wahlkreis München I (Altstadt, Lehel, Maxvorstadt) gewinnt Georg Birk [SPD],
    • der Wahlkreis München II (Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Au, Haidhausen, Giesing), München-Land, Starnberg, Wolfratshausen, wird von Georg von Vollmar [SPD] erobert. 

  • 15.6.1896 (vor 130 Jahren)

    München-Untergiesing * Nachdem die Eichthal'sche Lederfabrik den Vertrag mit dem Marianum aufgekündigt hat, ist die Vereinsleitung zum Handeln gezwungen. Die Generalversammlung beschließt den Erwerb eines Bauplatzes an der Humboldt-/Ecke Claude-Lorrainstraße.

    Im diesem Jahr werden im Marianum 139 Mädchen ausgebildet, davon sind neunzehn „mit körperlichen Gebrechen derart behaftet, dass sie sich anderswo nicht hätten durchbringen können“, ist im Geschäftsbericht zu lesen.


  • 15.6.1907 (vor 119 Jahren)

    München-Angerviertel * Karl Valentin ist wieder in München gemeldet. Sein erster Wohnsitz ist in der Bierwirtschaft Stubenvoll, in der Schlafstellen vermietet werden. Karl Valentin ist ein sogenannter Schlafgänger. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit Zithervorträgen in verschiedenen Lokalen.


  • 15.6.1917 (vor 109 Jahren)

    USA * Der amerikanische Kongress beschließt ein Anti-Spionage-Gesetz, das schwerste Strafen für Kriegsbehinderung vorsieht und gegen die kriegsfeindlichen Sozialisten gerichtet ist. 


  • 15.6.1918 (vor 108 Jahren)

    Marne * Beginn der letzten deutschen Offensive an der Marne und in der Champagne. Sie dauert bis 17. Juni und wird scheitern.


  • 15.6.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Hauptmann Karl Mayr, ein Förderer Adolf Hitlers, lässt neben der politischen Überwachung der damals über fünfzig Parteien und Organisationen in München durch Agenten und V-Leute - auch geeignete Soldaten als „antibolschewistisch geschulte Propagandaleute“ für die „Beeinflussung des Übergangsheeres“ ausbilden.

    Auf Vorschlag seiner Vorgesetzten absolviert Hitler im Juni 1919 den ersten Kurs an der Universität München, wo ihn besonders die nationalistischen und antisemitischen Schlagworte von Gottfried Feder und Karl von Bothmer beeindrucken. 


  • 15.6.1920 (vor 106 Jahren)

    München * Aus zahlreichen Aufsätzen in den Süddeutschen Monatsheften, der Liberalen Korrespondenz sowie den Historisch-politischen Blättern entsteht Dr. Fritz Gerlichs Buch „Der Kommunismus als Lehre vom Tausendjährigen Reich“. Es wird im Bruckmann-Verlag verlegt. Gerlich rechnet darin den Kommunismus zu den Erlösungsreligionen und verurteilt den verbreiteten Antisemitismus. 


  • 15.6.2015 (vor 11 Jahren)

    München - München-Theresienwiese * Die Brauereien und Wiesnwirte erhöhen die Bierpreise für das Oktoberfest 2015 um durchschnittlich 3,17 Prozent. Die Mass Wiesnbier kostet jetzt zwischen 10.- und 10,40 €uro. Begründet wird die Preiserhöhung - wie jedes Jahr - mit höheren Brauereikosten, gesetzliche Vorgaben und erhöhtem Personaleinsatz.  

    Den Vogel schießt freilich der Sprecher der Wiesnwirte Toni Roiderer mit der Bemerkung ab: „Eigentlich müssten Sie fragen, wie wir es schaffen, so günstig zu bleiben“.    

    Die Preise werden von den Betreibern der Wiesn-Festzelte und Unternehmungen festgelegt. Die Stadt München überprüft lediglich, ob die Preise angemessen sind. Zum Vergleich: Der Bierpreis für die Mass liegt in Münchens Großbetrieben - je nach Lage - zwischen 7,20 und 9,90 €uro.


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