Am 01. April geschah

  • 1.4.1615 (vor 411 Jahren)

    Berg am Laim * Der Kastner und Hofkammerrat Albrecht von Lerchenfeld erhält von Herzog Maximilian I. aufgrund seiner Verdienste die bisher herzogliche Hofmark Berg am Laim übertragen.


  • 1.4.1664 (vor 362 Jahren)

    Nymphenburg • In Nymphenburg wird das Gelände für die neuen Schwaiggebäude ausgesteckt. Kurfürstin Henriette Adelaide hat dem phantasievollen und begabten Barockarchitekten Agostino Barelli den Auftrag für den Plan der neuen Sommervilla in den Herrschaften Menzin und Kemnertin übergeben. Der Architekt hat zuvor schon die Planungen für die Theatinerkirche ausgeführt.


  • 1.4.1766 (vor 260 Jahren)

    Parsberg bei Miesbach * In der Nacht vom 1. zum 2. April 1766 findet in Parsberg bei Miesbach das „Parsberger Treiben“ statt. Das Opfer ist Maria Aignmann, die Tochter des Sterzlbauern, die sich mit dem ledigen Bauernsohn Anton Preißl aus dem gleichen Dorf eingelassen und ein Kind geboren hat.

    An dem Haberfeldtreiben sind 23 Männer beteiligt, von denen nur einer verheiratet ist. Sie sind zwischen 16 und 26 Jahre alt. Die dargebrachten Spottverse sind sowohl für die Tochter des Sterzlbauern, aber auch einigen Bauern aus Parsberg und Bürgern vom nahen Miesbach gewidmet. 


  • 1.4.1792 (vor 234 Jahren)

    München-Englischer Garten - Lehel * Die Gaststätte beim Chinesischen Turm wird eröffnet. Damit steht die Gartenanlage endlich der Öffentlichkeit zur Verfügung.


  • 1.4.1795 (vor 231 Jahren)

    Mannheim * Herzog Carl II. August von Pfalz-Zweibrücken erliegt - vollkommen unerwartet - in Mannheim einem Schlaganfall. Er hinterlässt seinem Bruder Max Joseph, dem späteren ersten bayerischen König,

    • ein von den Franzosen besetztes Land sowie
    • einen Schuldenberg von neun Millionen Gulden.
    • Dazu einen der fähigsten Staatsmänner, den Freiherrn Maximilian Joseph von Montgelas. 

  • 1.4.1816 (vor 210 Jahren)

    Berg am Laim * Die „provisorische Sternwarte“ an der - damals noch zu Ramersdorf gehörenden - westlichen Ecke der Kreuzung an der heutigen Rosenheimer- und Friedenstraße wird offiziell an den Astronom und Vermessungsfachmann Johann Georg Soldner übergeben. 

    Soldner stammt aus Mittelfranken und hat seine astronomische Ausbildung in Berlin erhalten. in der provisorischen Sternwarte entsteht auch seine erst über einhundert Jahre später in ihrer Bedeutung erkannte Arbeit „Über die Ablenkung eines Lichtstrahls von seiner geradlinigen Bewegung, durch die Attraktion eines Weltkörpers, an welchem er nahe vorbeigeht“. Die Arbeit lässt ihn zu einem Vorläufer Albert Einsteins werden. 


  • 1.4.1825 (vor 201 Jahren)

    Florenz * Auguste Friederike, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Toskana, die spätere Ehefrau von Prinzregent Luitpold, wird in Florenz geboren.


  • 1.4.1853 (vor 173 Jahren)

    Eggenfelden * Theres Feldmüller pachtet - gemeinsam mit ihrem Vetter Franz-Xaver Huber, Gastwirtssohn aus Zolling bei Freising, - die Wirtschaft beim „Freiherrlich von Closen‘schen“ Bräu- und Wirtsanwesen zu Eggenfelden und betreibt diese bis zum 1. Mai 1855.


  • 1.4.1909 (vor 117 Jahren)

    Großhadern * Else Belli, die spätere Ehefrau von Kurt Eisner, kauft mit Unterstützung ihres Vaters eine Villa in der Hadener Lindenallee 8 (heute: Pfingstrosenstraße 8). Kurt Eisner zieht mit zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit Lisbeth Eisner, geb. Hendrich: Ilse und Hans Kurt Eisner, zu Else Belli. 


  • 1.4.1913 (vor 113 Jahren)

    München-Moosach * Die selbstständige Gemeinde Moosach wird mit den Gemeindeteilen Fasanerie, Hartmannshofen und Nederling nach München eingemeindet. 


  • 1.4.1913 (vor 113 Jahren)

    München-Milbertshofen * Die Stadt Milbertshofen wird mit den Gemeindeteilen Neufreimann und Riesenfeld nach München eingemeindet. 


  • 1.4.1916 (vor 110 Jahren)

    München-Haidhausen * Schon am Tag vor der Einweihung der evangelischen Haidhauser Johanneskirche läuten schon deren Glocken. Sie tragen die Inschriften: „Ehre sei Gott in der Höhe“, „Friede auf Erden“ und „Den Menschen ein Wohlgefallen“

    Die Glocken waren ursprünglich für eine Gemeinde in Ostpreußen bestimmt, die durch die Kriegszerstörungen keine Kirche und keinen Turm mehr hatte. 


  • 1.4.1917 (vor 109 Jahren)

    Deutsches Reich * Die Brotrationen werden auf 170 g pro Tag und die Kartoffelrationen auf 2.500 g pro Woche gekürzt. 


  • 1.4.1918 (vor 108 Jahren)

    München * Dr. phil. Sarah Sonja Lerch, geborene Rabinowitz, eine der Anführerinnen der Januarstreiks, wird am Ostermontag auf dem Neuen Israelitischen Friedhof an der Garchinger Straße beerdigt. Ein Vertreter der USPD legt einen Kranz am Grab ab und erklärt, dass die Polizei einen Nachruf verboten hat. Josef Sontheimer ergreift daraufhin das Wort, wird aber sofort verhaftet und mit Handschellen gefesselt abgeführt.

    Frau Lerch war gemeinsam mit Kurt Eisner, Albert Winkler, Hans Unterleitner, Emilie und Babette Landauer und anderen wegen Landesverrats verhaftet worden. Die 35-jährige Sarah Sonja Lerch hat sich am 29. März 1918 im Gefängnis Stadelheim erhängt. Sie wird nicht die letzte Sozialdemokratin sein, die im Freitod die Erlösung aus offenbar nicht zu verändernden Verhältnissen sucht. 


  • 1.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die bayerische Landeshauptstadt liegt unter einer Schneedecke von 40 Zentimetern.

    • Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei über 30.000,
    • die Kohlenvorräte sind aufgebraucht,
    • die Energiezufuhr stockt,
    • der Preis für einen Trambahn-Fahrschein wird von 15 auf 20 Pfennige erhöht,
    • die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch ist nicht mehr gewährleistet, weil sich immer mehr Bauern weigern, in die von Unruhe erfüllte Stadt zu fahren.
    • Die wöchentliche Fleischration wird von 300 Gramm auf 250 Gramm herabgesetzt. Schwerstarbeiter erhalten auch weiterhin eine Zulage von 120 Gramm Wurst.
    • Was blüht ist der Schwarzmarkt. Die Waren gibt‘s dort im Überfluss, aber halt zu entsprechend hohen Preisen.

    Der neu ernannte Staatskommissar für Ernährungswesen, Johann Wutzelhofer vom Bayerischen Bauernbund- BBB, stellt sein Programm vor. 


  • 1.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * In Bayern nimmt das neuerrichtete Staatsministerium für Land- und Forstwirtschaft seine Tätigkeit auf. Leiter wird Martin Steiner vom Bayerischen Bauernbund - BBB. 


  • 1.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Graggenau * Hermine Körner übernimmt die Leitung des Münchner Schauspielhauses. 


  • 1.4.1919 (vor 107 Jahren)

    Ruhrgebiet * 160.000 Arbeiter befinden sich im Ruhrgebiet im Streik


  • 1.4.1920 (vor 106 Jahren)

    Freistaat Bayern - Deutsches Reich • Das Deutsche Reich übernimmt die bayerische Eisenbahn und die Post. Die geleistete Entschädigung macht nur einen geringen Teil des Anlagewerts aus. 


  • 1.4.1920 (vor 106 Jahren)

    München-Lehel * Nach seiner Entlassung aus dem Aufklärungskommando der Reichswehr am 31. März 1920 lebt Adolf Hitler zur Untermiete bei einer Frau Reichert in einem kleinen Zimmer in der Thierschstraße 41.


  • 1.4.1924 (vor 102 Jahren)

    München-Neuhausen • Der Prozess gegen die Beteiligten am Hitler-Ludendorff-Putsch wird mit einem Urteil beendet. 

    • Hitler wird wegen Hochverrats zur gesetzlichen Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft und einer Geldstrafe von 200 Goldmark verurteilt, ebenso Kriebel, Weber und Pöhner. 
    • Brückner, Röhm, Pernet, Wagner und Frick erhalten wegen Beihilfe jeweils ein Jahr und drei Monate Festungshaft sowie 100 Goldmark als Strafe auferlegt. 
    • Ludendorff wird mit der wenig glaubwürdigen Begründung, dass er keine Kenntnis von den eigentlichen Plänen Hitlers gehabt hätte, freigesprochen. 
    • Den Verurteilten Hitler, Pöhner, Weber und Kriebel wird durch Beschluss des Volksgerichts nach Verbüßung eines weiteren Strafteils von sechs Monaten Bewährung für den Strafrest in Aussicht gestellt. 
    • Für Brückner, Röhm, Pernet, Wagner und Frick wird diese Bewährung sofort bewilligt. 

    Die Staatsanwaltschaft hatte für Hitler eine Strafe von acht Jahren beantragt. 

    • Von der zwingenden Ausweisung Hitlers als Ausländer nach § 9 Absatz 2 des Gesetzes zum Schutze der Republik sieht das Volksgericht ausdrücklich ab. 
    • Ebenso berücksichtigt es nicht, dass der 1922 wegen Landfriedensbruch verurteilte Hitler bereits unter Bewährung stand und ihm daher nicht erneut Bewährung gewährt hätte werden dürfen. 
    • Die Volksgerichte sind für die ihnen zugewiesenen Fälle in Bayern erste und letzte Instanz, so dass gegen ihre Urteile keine Rechtsmittel statthaft sind. Das Urteil ist somit sofort rechtskräftig.

  • 1.4.1924 (vor 102 Jahren)

    Landsberg am Lech • Adolf Hitler und die anderen Verurteilten [Pöhner, Weber und Kriebel] treten am Tag der Urteilsverkündung ihre Strafe in der Strafvollzugsanstalt Landsberg am Lech an. Dort ist ein Gebäude zur „Festungshaftanstalt Landsberg“ deklariert worden. 

    Während seiner Haft kann Hitler zahlreiche Besucher empfangen. Dies steht ihm als Festungshäftling zwar grundsätzlich zu, doch wird ihm wesentlich mehr als nach der Hausordnung für den Vollzug der Festungshaft zulässig ist von der ihm wohlgesonnenen Anstaltsleitung genehmigt. Hitler schreibt in Landsberg den ersten Teil seines Buchs „Mein Kampf“


  • 1.4.1924 (vor 102 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Raubritter vor München“ in den Kammerspielen in der Augustenstraße 89. Das Stück erlebt 284 Vorstellungen.


  • 1.4.1932 (vor 94 Jahren)

    München-Trudering * Die bis dahin eigenständige Gemeinde Trudering wird nach München eingemeindet. Um Mehrfachbenennungen von Straßennamen zu vermeiden müssen Straßen umbenannt werden. 


  • 1.4.1932 (vor 94 Jahren)

    München-Trudering * Die bis dahin eigenständige Gemeinde Trudering wird mit den Gemeindeteilen Kirchtrudering, Straßtrudering und Waldtrudering nach München eingemeindet. Um Mehrfachbenennungen von Straßennamen zu vermeiden müssen Straßen umbenannt werden.


  • 1.4.1933 (vor 93 Jahren)

    Berlin * Die NSDAP ruft zum reichsweiten „Judenboykott“ auf. Über 600 jüdische Firmen in München werden boykottiert, „zum Schutz der Inhaber und zur Belehrung des Publikums durch Posten gesichert und durch Plakatierung gekennzeichnet“. Der reichsweite „Boykott jüdischer Geschäfte“ dauert bis zum 3. April an.


  • 1.4.1933 (vor 93 Jahren)

    München * Heinrich Himmler wird zum Politischen Polizeikommandeur Bayerns ernannt. 


  • 1.4.1935 (vor 91 Jahren)

    Berlin * Die Deutsche Gemeindeordnung tritt in Kraft. Die Stadträte heißen seither Ratsherren.


  • 1.4.1938 (vor 88 Jahren)

    München-Großhadern * Die selbstständige Gemeinde Großhadern mit den Gemeindeteilen Großhadern und Kleinhadern wird nach München eingemeindet. 


  • 1.4.1961 (vor 65 Jahren)

    Hamburg * Bis zum 1. Juli 1961 treten die Beatles sieben Tage in der Woche im Top Ten Club auf. Pro Abend und Mann gibt‘s schon 40 DMark. Stuart Sutcliffe verlässt die Gruppe, um sich auf sein Kunststudium zu konzentrieren. 


  • 1.4.1964 (vor 62 Jahren)

    München-Berg am Laim * Die Adresse der Feuerwache 5 wird in Anzinger Straße 41 umbenannt.


  • 1.4.1971 (vor 55 Jahren)

    München * Der Bayerische Rundfunk startet seines neues Programm „Bayern 3“. Es ist Deutschlands erste Servicewelle, die auf der Frequenz des früheren Gastarbeiterprogramms gesendet wird.


  • 1.4.1996 (vor 30 Jahren)

    Harare - München * Die in Simbabwe gelegene Stadt Harare geht eine Städtepartnerschaft mit München ein. 


  • 1.4.2013 (vor 13 Jahren)

    München-Untergiesing - München-Theresienwiese * Die Giesinger Brauerei will auf die Oide Wiesn. Die kleine Münchner Privatbrauerei stellt auf einer Pressekonferenzpläne ihre Wiesn-Hütte vor. Ein Super-Aprilscherz!!!


  • 1.4.2014 (vor 12 Jahren)

    München-Au * Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung prüft das Landratsamt München, ob dem Wiesnwirt Sepp Krätz auch die Schanklizenz für die Waldwirtschaft in Großhesselohe entzogen werden soll. Damit wäre Krätz‘ kleines Gastronomie-Imperium endgültig zerschlagen. 

    Nach seiner Verurteilung im Steuerhinterziehungsprozess muss er bereits damit rechnen, dass ihm die Schanklizenz für den Andechser am Dom entzogen wird. Und damit braucht er sich gar nicht mehr um eine Wiesn-Lizenz fürs Hippodrom bewerben. 


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