Am 12. Februar geschah

  • 12.2.808 (vor 1218 Jahren)

    Haidhausen * Haidhausen wird erstmals urkundlich erwähnt. Der Priester Erlaperth schenkt dem Bischof von Freising eine kleine Kirche samt Haus und Hof. Haidhusir ist damals aber bereits ein fertiges Bauerndorf.


  • 12.2.1582 (vor 444 Jahren)

    Rom-Vatikan * Papst Gregor XIII. ordnet in der Bulle Inter gravissima eine grundlegende Kalenderreform an. Er will damit den auf die Antike zurückgehenden Julianischen Kalender reformieren, um die Nachtgleichen wieder mit dem Kalender in Übereinstimmung zu bringen und so eine gesicherte Osterberechnung zu ermöglichen.

    Mit dem neuen Kalender sollte auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober folgen. 


  • 12.2.1611 (vor 415 Jahren)

    München * Das „Herzogliche Baierische Mandat gegen Aberglauben, Zauberei, Hexerei und andere sträfliche Teufelskünste“ liegt in gedruckter Form vor. 


  • 12.2.1635 (vor 391 Jahren)

    München * Da nur noch wenige Münchner an der Pest erkrankt sind, wird die Seuche für beendet erklärt. Rund 7.000 Münchner sind daran gestorben. Das entspricht einem Drittel der Einwohnerzahl.


  • 12.2.1704 (vor 322 Jahren)

    München * Als Wilhelm, einer der kurfürstlichen Prinzen im Alter von zweieinhalb Jahren stirbt, sieht die „fromme Jungfer Marianndl“ [= Maria Anna Lindmayr] darin die göttliche Strafe für das höfische Faschingstreiben. 


  • 12.2.1742 (vor 284 Jahren)

    Frankfurt am Main * Der baierische Kurfürst Carl Albrecht wird in Frankfurt am Main feierlich zum Kaiser Carl VII. Albrecht gekrönt. 


  • 12.2.1742 (vor 284 Jahren)

    München * In der Nacht vom 12. zum 13. Februar 1742 ziehen österreichische Truppen über die Isarbrücke in die Stadt ein.


  • 12.2.1751 (vor 275 Jahren)

    München * Wieder ist der Hundefänger auf der Jagd nach streunenden Hunden. 


  • 12.2.1768 (vor 258 Jahren)

    Florenz * Der spätere Kaiser Franz II. bzw. Franz I. Joseph Karl, aus dem Hause Habsburg-Lothringen, wird in Florenz geboren. 


  • 12.2.1789 (vor 237 Jahren)

    München * Die sogenannten Namensgalgen, an denen die Namen der Deserteure angeschlagen sind, werden abgeschafft. 


  • 12.2.1799 (vor 227 Jahren)

    München-Graggenau * Gegen 21 Uhr erleidet Kurfürst Carl Theodor einen Schlaganfall, während er mit mit seinem Generaladjutanten Freiherr Friedrich von Hertling und dem Oberstjägermeister Theodor Reichsgraf von Waldkirch Karten spielt. 


  • 12.2.1810 (vor 216 Jahren)

    Hildburghausen * Die Verlobung zwischen Kronprinz Ludwig I. von Baiern und Therese von Sachsen-Hildburghausen findet in Hildburghausen statt.


  • 12.2.1817 (vor 209 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Mitglieder der Marianischen Männerkongregation bitten Kronprinzen Ludwig I. in einem Brief, ihnen „den ehemaligen Gnadenschatz der hiesigen Augustinerkirche, nämlich das im Wachs wirklich schön und künstlich bousirte Jesukind“ zu überlassen. Als Entscheidungshilfe fügen sie hinzu, dass die Kongregation, sollte ihre Bitte Gehör finden, „dem hiesigen Armen-Fonde die baare Summe von Eintausend Gulden als Geschenk überreichen“ werde.

    Gegen diese berechnende Wohltätigkeit der finanzkräftigen Marien­verehrer können die sechs ehemaligen Elisabethinerinnen, in deren Besitz  sich das Augustiner Christkindl befindet, nichts entgegensetzen. Obwohl sie in Bittschriften an König Max I. Joseph verbissen um das Kindl kämpfen, stehen sie bei diesem Angebot auf verlorenem Posten. 


  • 12.2.1871 (vor 155 Jahren)

    Bordeaux * In Bordeaux trifft die verfassungsgebende Versammlung zusammen. In ihr sind mehr als doppelt so viele Monarchisten als Republikaner vertreten. Dagegen sind die städtischen Gemeinderäte in ihrer Mehrheit entschlossen republikanisch. 


  • 12.2.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Albert Roßhaupter, der Minister für militärische Angelegenheiten ruft die wehrfähigen Männer zum Eintritt in den Volksheimatschutz auf. Dieser soll „die Gefahr des drohenden Krieges im Lande, den der Bolschewismus entfesseln kann“, eindämmen. 


  • 12.2.1919 (vor 107 Jahren)

    Weimar * Reichspräsident Friedrich Ebert setzt das neue Reichsministerium ein. Die Reichsregierung wird auch als Weimarer Koalition bezeichnet. Sie besteht aus SPD, Zentrum und Deutsche Demokratische Partei - DDP. Das Kabinett Scheidemann setzt sich zusammen aus: 

    • Philipp Scheidemann, Reichsministerpräsident, SPD;
    • Otto Landsberg, Justizminister, SPD;
    • Gustav Noske, Reichswehrminister, SPD;
    • Rudolf Wissell, Wirtschaftsminister, SPD;
    • Robert Schmidt, Reichsernährungsminister, SPD;
    • Gustav Bauer, Reichsarbeitsminister, SPD;
    • Eduard David, Minister ohne Geschäftsbereich, SPD;
    • Eugen Schiffer, stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister, DDP;
    • Hugo Preuß, Innenminister, DDP;
    • Georg Gothein, Reichsschatzminister und Minister ohne Geschäftsbereich, DDP;
    • Johannes Bell, Verkehrsminister und Reichsminister für Kolonien, Zentrum;
    • Johannes Giesberts, Reichspostminister, Zentrum;
    • Matthias Erzberger, Minister ohne Geschäftsbereich, Zentrum;
    • Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau, Auswärtiges Amt, Parteilos. 

    Die Aufgabe des Rates der Volksbeauftragten ist damit erfüllt. ​


  • 12.2.1964 (vor 62 Jahren)

    New York * Auftritt der Beatles in der Carnegie Hall in New York.


  • 12.2.2014 (vor 12 Jahren)

    München-Graggenau * Vermutlich die Pink Panthers, die erfolgreichste Diebesbande der Welt, überfällt gegen 11 Uhr das Juweliergeschäft Chopard in der Maximilianstraße 11. Der Überfall dauert nur Sekunden. Die Räuber zertrümmern mit einer Stoff umwickelten Axt die versperrte Eingangstüre, bedrohen den Sicherheitsmann mit einem Schraubenzieher, schlagen vier Vitrinen ein und erbeuten hauptsächlich Uhren und Schmuck von noch unbekanntem Wert. Anschließend flüchten die fünf Männer zu Fuß in verschiedene Richtungen.

    Die Räuber haben aber nicht mit den Münchnern gerechnet, die sofort die Verfolgung aufnehmen und über ständigem Handy-Kontakt mit der Einsatzzentrale der Polizei kommunizieren. Nur knapp 20 Minuten später werden vier Jugendliche in der Nähe des Viktualienmarktes festgenommen. Dem fünften Täter gelingt scheinbar die Flucht. Die Polizei nimmt zusätzlich zwei Serben fest. 

    Die Räuber sind noch halbe Kinder: ein 14-jähriger Ukrainer und drei 15 und 16 Jahre alte Moldawier, dazu die 27 und 32 Jahre alten Serben. Ob die Tat wirklich den Pink Panthers zugeordnet werden kann, ist unter den gegebenen Umständen fraglich. 


  • 12.2.2017 (vor 9 Jahren)

    München-Obergiesing * Aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation bringt die Giesinger Brauerei einen dunklen Doppelbock auf den Markt - den „Innovator“ - und veranstaltet an diesem Tag ein Starkbierfest. Das Etikett der Bierflasche ziert ein Bild der evangelischen Martin-Luther-Kirche. „Schismator“ wäre ganz sicher die treffendere Bezeichnung für das Starkbier gewesen. 


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