Am 14. Januar geschah

  • 14.1.1566 (vor 460 Jahren)

    München * Kaiser Maximilian II. zieht in München ein. Er bleibt fünf Tage in der Stadt. 


  • 14.1.1616 (vor 410 Jahren)

    München * Herzog Maximilian I. legt nach erbitterten Auseinandersetzungen das Bundesobristenamt der katholischen Liga nieder.


  • 14.1.1673 (vor 353 Jahren)

    München - Paris * Das Kurfürstentum Baiern schließt einen Subsidienvertrag mit Frankreich.


  • 14.1.1706 (vor 320 Jahren)

    Schärding * Schärding wird den Aufständischen geräumt.


  • 14.1.1754 (vor 272 Jahren)

    München * Der Hofgärtner Anton Häußler erhält den Auftrag, im Lustheimer Garten 800 kleine Maulbeerbäume zu pflanzen und damit „eine Probe aufs Klima“ zu machen. Nach der ersten Überwinterung kann Häußler berichten, dass Aprikosen und andere Bäume trotz Stroheindeckung erfroren seien, die uneingedeckten Maulbeerbäume es dagegen überstanden haben. 


  • 14.1.1806 (vor 220 Jahren)

    München-Graggenau * Erst als die kirchliche Trauung in der Hofkirche folgt, sind die Brautleute Auguste Amalie und Eugène Beauharnais aus baierischer Sicht „richtig“ verheiratet. Der Erzbischof von Regensburg, Karl Theodor von Dahlberg, übernimmt die Trauungszeremonie. Am Abend läuten wieder alle Glocken und Kanonenböller werden vor den Toren der Stadt gezündet. Auch die Straßen Münchens sind erneut illuminiert. 


  • 14.1.1806 (vor 220 Jahren)

    München - Tirol * Ein Schreiben Königs Max I. Joseph an die Tiroler Landstände sichert ihnen die Beibehaltung der Landesverfassung zu. Diese Zusicherung ist den Tiroler Deputierten bereits bei ihren Audienzen in München schriftlich gegeben worden. Im Besitzergreifungspatent vom 22. Januar wird sich allerdings kein Hinweis auf die Tiroler Landesverfassung und andere Sonderrechte finden lassen. 


  • 14.1.1823 (vor 203 Jahren)

    München-Graggenau - Angerviertel * Da das Königliche Hof- und Nationaltheater ein Opfer der Flammen wurde, siedelte das dortige Ensemble in das Theater am Isartor um, weshalb der Theaterdirektor Carl Andreas von Bernbrunn mit seiner Schauspielertruppe auf Tournee gehen musste. 


  • 14.1.1823 (vor 203 Jahren)

    München-Graggenau * Das erst am 12. Oktober 1818 eingeweihte Kgl. Hof- und Nationaltheater brennt bis auf die Grundmauern nieder. Während der Aufführung der komischen Oper „Die beyden Füchse“ fängt die Dekoration Feuer. Weil das Löschwasser gefroren ist, müssen die Münchner zusehen, wie eines der größten und modernsten Opernhäuser Europas ein Opfer der Flammen wird. Mit dem Wiederaufbau - nach den Plänen von Carl von Fischer - wird Leo von Klenze betraut. 


  • 14.1.1823 (vor 203 Jahren)

    München-Graggenau * Der Brand des Hof- und Nationaltheaters bringt einen herben Rückschlag für den Bau eines Max-Joseph-Denkmals, da nun die notwendigen Mittel vordringlich in den Wiederaufbau der Schaubühne gesteckt werden müssen.


  • 14.1.1841 (vor 185 Jahren)

    München-Graggenau * Im Münchner Hof- und Nationaltheater findet ein Ringkampf statt. Gegen den bislang unbesiegten „französischen Herkules“ Jean Dupuis tritt der Meisinger Simmerl an - er ist Hausknecht beim Faberbräu. Der Simmerl zwingt den Franzosen auf den Boden und kassiert die als Belohnung ausgesetzten 1.000 bayerischen Gulden. 


  • 14.1.1881 (vor 145 Jahren)

    München * Joseph Schülein erhält das Münchner Bürger- und Heimatrecht übertragen.


  • 14.1.1916 (vor 110 Jahren)

    Berlin * Der SPD-Abgeordnete und Kriegsgegner Otto Rühle tritt aus Solidarität mit Karl Liebknecht - nach dessen Ausschluss - aus der SPD-Fraktion aus. Otto Rühle hatte ebenfalls am 20. März 1915 gegen die Kriegskredite gestimmt. 


  • 14.1.1918 (vor 108 Jahren)

    Wien * In den Daimler-Motorenwerken in Wiener-Neustadt beginnt ein Streik wegen der Verkürzung der eh schon geringen täglichen Brotration von 200 auf 165 Gramm. 


  • 14.1.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Aufgrund der Amnestie vom 12. November 1918 stellt das Reichsgericht die Strafverfahren gegen die am Januarstreik Beteiligten ein. Amnestiert werden:

    • der Schriftsteller Kurt Eisner [derzeit Bayerischer Ministerpräsident],
    • der Schlosser Hans Unterleitner [derzeit bayerischer Sozialminister],
    • der Schreinermeister Albert Winter, 
    • die Buchhalterin Emilie Landauer und 
    • die Buchhalterin Betty Landauer, 
    • der Mechaniker Lorenz Winkler, 
    • der Eisendreher Franz Xaver Mettler, 
    • der Student Ernst Toller, 
    • der Handlungsgehilfe Richard Kämpfer, 
    • der Schriftsetzer Theobald Michler, 
    • der Werkzeugmacher Georg Lang,
    • der Geschäftsführer Fritz Schröder und
    • der Soldat Carl Kröpelin.
    • Die am 1. Februar 1918 als Rednerin verhaftete und in die Strafvollzugsanstalt Stadelheim gebrachte Privatdozentsgattin Sara Sonja Lerch hat sich dort am 30. März 1918 erhängt.  

  • 14.1.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Für alle Nicht-Bayern wird der Passzwang eingeführt. 


  • 14.1.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin * Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg schreiben ihre letzten Texte für „Die Rote Fahne“. Rosa Luxemburg beschwört die Kraft der Revolution mit den Worten: „Ich war, ich bin, ich werde sein.“ Karl Liebknechts Text endet mit den Worten: „Und ob wir dann noch leben werden, wenn es erreicht wird - leben wird unser Programm; es wird die Welt der erlösten Menschheit beherrschen. Trotz alledem!“ 


  • 14.1.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin - Weimar * Um dem Druck der starken linksgerichteten Arbeiterschaft auszuweichen, drängt Friedrich Ebert bereits im Dezember 1918 auf die Verlagerung der Regierung aus der Reichshauptstadt. Untersucht werden die vier Standorte Bayreuth, Nürnberg, Jena und Weimar. An diesem 14. Januar wird das Deutsche Nationaltheater in Weimar als künftiger Tagungsort bestimmt. 


  • 14.1.1919 (vor 107 Jahren)

    Essen - Ruhrgebiet * Nach und nach nehmen die Streikenden nach den Beschlüssen des vergangenen Tages ihre Arbeit wieder auf. 


  • 14.1.1923 (vor 103 Jahren)

    Maxvorstadt * Pater Rupert Mayer spricht auf dem Königsplatz vor 10.000 Menschen gegen die Besetzung des Ruhrgebiets durch französische Truppen.


  • 14.1.1923 (vor 103 Jahren)

    München * Johanna Maria Fey, Karl Valentins Mutter, stirbt.


  • 14.1.1926 (vor 100 Jahren)

    Berlin * Josephine Bakers Auftritt im Nelson-Theater am Kurfürstendamm in Berlin löst bei etlichen Zuschauern nicht nur Schnappatmung aus, sondern verleiht - zum Entsetzen konservativer Kreise - auch Jazz und Charleston enorme Popularität. „Berlin, das ist schon toll! Ein Triumphzug. Man trägt mich auf Händen“, schreibt sie später. 


  • 14.1.1928 (vor 98 Jahren)

    Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im Berliner Kabarett der Komiker auf. Das Engagement ist ursprünglich bis zum 20. Februar geplant. Vier Stücke spielt das Komikerpaar Valentin-Karlstadt: „Der Firmling“, „Die Orchesterprobe“, „Der reparierte Scheinwerfer“ und „Im Senderaum“. Während die anderen Stücke Pulikumsrenner sind, fällt „Der Firmling“ bei den Berlinern durch.

    Der Überredungskunst Liesl Karlstadts ist es zu verdanken, dass er dem Wunsch der Theaterleitung zustimmt und seine Auftritte Ende des Monats ausdehnt. Er erhält dafür - mit 350 Mark für täglich zwei Vorstellungen - die höchste Gage, die je einem Gaststar im Kabarett der Komiker bezahlt worden ist. Gutes Geld vermindert scheinbar das Heimweh des Volkssängers.


  • 14.1.1944 (vor 82 Jahren)

    Kreisau ? * James Graf von Moltke wird verhaftet. Dem Kreisauer Kreis fehlt seither sein Kopf.


  • 14.1.1947 (vor 79 Jahren)

    München-Graggenau - München-Waldtrudering * Im Zuge der „Entnazifizierung der Straßennamen“ werden in München etwa 200 Straßen umbenannt. Darunter befinden sich auch Straßen mit „kolonialem Bezug“. So werden in Waldtrudering die Admiral-Hipper-Straße in Dresselstraße und die Maerckerstraße in Adelmannstraße umbenannt.

    Zudem ändert man die Namenserläuterungen der Iltisstraße, der Möwestraße und der Niobestraße. Sie beziehen sich nun nicht mehr auf Kanonenboote sondern auf Tiere und Sagen. 


  • 14.1.1969 (vor 57 Jahren)

    München * Im Stadtrat geht es um die Benennung von zwei Straßen in Neu-Perlach nach Karl Marx und Kurt Eisner. Während Marx der CSU-Fraktion „nicht problematisch“ erscheint, entzündet sich die Diskussion an Kurt Eisner. Denn: „München hat keine Veranlassung Eisner zu ehren. Sein Name ist in der Bevölkerung mit viel Unheil verbunden, auch wegen der Ereignisse nach [!] seinem Tod.“


  • 14.1.2005 (vor 21 Jahren)

    München * Rudolph Mooshammer wird von dem irakischen Stricher Herish A. im Streit um den Liebeslohn erdrosselt.


© 2022 Gerhard Willhalm, inc. All rights reserved.

Impressum  Sitemap  Login