Am 23. April geschah

  • 23.4.812 (vor 1214 Jahren)

    Berg am Laim * Der Priester Cundhart und sein Neffe Liuthram übergeben ihren erworbenen beziehungsweise ererbten Besitz „ad Perke“ an die Freisinger Bischofskirche. Die Urkunde beinhaltet damit die erste Nennung Berg am Laims.


  • 23.4.1504 (vor 522 Jahren)

    Augsburg * König Maximilian I. belehnt den Münchner Herzog Albrecht IV. mit den Ländern von Herzog Georg dem Reichen und verhängt über Herzog Ruprecht von der Pfalz und seinen Anhängern die Reichsacht. 

    Herzog Albrecht IV. und sein Sohn Herzog Wilhelm IV. verfügen über ein Heer von insgesamt 60.000 Mann. Diese setzen sich zusammen aus baierischen und königlichen Truppen sowie der Reichstadt Nürnberg, die alleine 5.000 Mann stellt, und andere Unterstützer wie der Schwäbische Bund, Herzog Ulrich von Württemberg und Markgraf Friedrich II.. 


  • 23.4.1600 (vor 426 Jahren)

    Wien * Maria Anna, die Schwester von Herzog Maximilian I., wird mit Erzherzog Ferdinand II. von Innerösterreich, dem späteren Kaiser, verheiratet.


  • 23.4.1772 (vor 254 Jahren)

    München * Der Feiertag des heiligen Georg wird letztmals gefeiert. Er wird am 14. Dezember 1772 durch eine vorausgehende päpstliche Breve vom 16. Mai 1772 abgeschafft. 


  • 23.4.1809 (vor 217 Jahren)

    Trient - Tirol * Der österreichische General Johann Gabriel Marquis von Chasteler de Courcelles kann Trient besetzen. Die Franzosen müssen daraufhin abziehen.


  • 23.4.1816 (vor 210 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Glyptothek wird gelegt. 


  • 23.4.1838 (vor 188 Jahren)

    München * Der Gipfel der presse- und postfeindlichen Maßnahmen wird erreicht, als König Ludwig I. die Zensur ausweitet und die Zulassung einer Zeitung so ändert, dass alle Zeitungen die unangenehm aufgefallen sind, nicht mehr von der Post ausgeliefert werden dürfen. Das heißt, ihnen das sogenannte Postdebit zu verweigern oder nachträglich zu entziehen.

    Durch den Gebrauch des Postdebits als Zensurmaßnahme macht sich Bayern in ganz Europa zum Gespött der Presse. Die Furcht des Königs vor den Zeitungen ist freilich berechtigt. Sein autokratisches Regiment ist ein beliebter Stoff für die deutsche und ausländische Presse.


  • 23.4.1848 (vor 178 Jahren)

    Frankreich * In Frankreich findet die Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Bei dieser unterliegt die Linke, während die Konservativen und die gemäßigten Liberalen siegreich hervorgehen. 


  • 23.4.1849 (vor 177 Jahren)

    München * Das Königreich Bayern lehnt die Reichsverfassung ab. Der Landtag tagt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.  

    In der Folge kommt es zu einer breiten Protestbewegung, die sich in der Pfalz sogar zum Aufstand auswächst. „Es verstand sich bei den Pfälzern von selbst, wenn der König von Bayern nicht deutsch sein wollte, die Pfalz aufhören müsse, bayerisch zu sein“


  • 23.4.1917 (vor 109 Jahren)

    Kreuznach * Bei der Konferenz in Kreuznach zur erneuten Festlegung der Kriegsziele spricht sich Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg gegen die Pläne der Obersten Heeresleitung - OHL aus, die eine weitgehende Annexionen in Russland, Belgien und Frankreich vorsehen. 


  • 23.4.1918 (vor 108 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Antrag der Sozialdemokraten und der Liberalen, die Kammer der Abgeordneten nach dem Verhältniswahlsystem wählen zu lassen, kommt für die bayerische Regierung zur Unzeit.

    Heinrich Held, der Führer der Zentrumsfraktion, lehnt den Vorschlag ab, da das Verhältniswahlrecht zwei Nachteile habe:

    • Es zerstört die Beziehungen zwischen den verschiedenen Ständen und ihren parlamentarischen Vertretern und
    • das System wäre darauf ausgerichtet, dass die parlamentarische Kontrolle in den Händen professioneller Parteipolitiker zu liegen käme.

    Die Zentrumspartei will die Verhältniswahl nur in einigen großen Städten Bayerns, und nur auf der Grundlage der Volkszählung von 1910 zulassen. Auf 42.000 Einwohner sollte ein Abgeordneter gewählt werden.

    Die MSPD lehnt den Zentrums-Vorschlag als unzulänglich ab und will die Regelung auf das gesamte Staatsgebiet ausdehnen. Sie fordert eine durchgreifende Neueinteilung der Wahlkreise, um so das fehlende Gleichgewicht zwischen Stadt und Land herzustellen.

    Die bayerische Regierung stellt sich auf die Seite des Zentrums, weshalb die Wahlrechtsreform erneut abgelehnt wird. 


  • 23.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Der Revolutionäre Hochschulrat ordnet an, dass die Vorlesungen des Sommersemesters nicht vor dem 1. Juli beginnen. 


  • 23.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Polizeipräsident Johann Clemens Waldschmidt wird nach nur knapp einem Tag durch den Installateur Ferdinand Mairgünther, dem Schriftleiter der Münchener Roten Fahne, abgelöst. 


  • 23.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die Münchener Post wird als erste Tageszeitung zugelassen.

    Gleichzeitig erscheint die Nummer 10 der „Mitteilungen des Vollzugsrats der Betriebs- und Soldatenräte“


  • 23.4.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Regierungstreue Flugzeugbesatzungen werfen wieder Flugblätter der Regierung Hoffmann über München ab, die zum Durchhalten auffordern. 


  • 23.4.1919 (vor 107 Jahren)

    Weimar * Reichswehrminister Gustav Noske [SPD] ordnet den Angriff Münchens durch zwei große militärische Einheiten an und übernimmt für die Aktion selbst die Oberleitung.

    • Die an der bayerischen Nordgrenze stehenden  Preußischen Hilfstruppen unter Generalleutnant Ernst von Oven und
    • die Württembergischen Einheiten sowie die noch zu sammelnden bayerischen Verbände und das Bayerische Schützenkorps bei Augsburg-Ulm.

    Noske gibt dazu militärisch präzise Anweisungen: „Das Operationsziel ist München. In München ist die Gewalt der gesetzmäßigen bayerischen Regierung wiederherzustellen. […] Sobald München besetzt und der Widerstand in München erloschen ist, übernimmt der bayerische Generalmajor [Arnold Ritter] von Möhl den Befehl in München“.

    Die Gesamtstärke der gegen die Räteregierung eingesetzten, voll ausgerüsteten Streitkräfte beträgt annähernd 35.000 Mann. Der Oberbefehl wird dem preußischen Generalleutnant Ernst von Oven übertragen. 


  • 23.4.1931 (vor 95 Jahren)

    München-Schwabing * Das „Valentin-Karlstadt-Unternehmen im Goethesaal“ ist schon wieder am Ende. Ein Berg offener Rechnungen bleibt übrig.


  • 23.4.1936 (vor 90 Jahren)

    Vernon * Roy Orbison kommt in Vernon, Texas, zur Welt. 


  • 23.4.1939 (vor 87 Jahren)

    Augsburg * Während eines Gastspiels mit Karl Valentin im Apollotheater in Augsburg bricht Liesl Karlstadt zusammen. Daraufhin zieht sie sich von der Bühne zurück.

    Karl Valentin lässt umgehend Annemarie Fischer aus München kommen und besetzt die Karlstadt-Rolle bis zur Beendigung des Engagements am 30. April mit ihr.


  • 23.4.1941 (vor 85 Jahren)

    München-Haidhausen * Adolf Wagner, Gauleiter sowie Innen- und Kultusminister, will mit dem „Kruzifix-Erlass“ alle Schulkreuze aus den Klassenzimmern entfernen. Das ist ein taktischer Missgriff erster Güte. Doch damit löst sich das Problem mit der Kündigung der bestehenden Mietverhältnisse im Maximilianeum anders. Nach massiven Alkoholexzessen erkrankt der NS-Gauleiter Ende 1941 schwer und muss bald darauf seine sämtlichen Ämter ruhen lassen. 

    Sein Nachfolger Paul Giesler entfaltet als Kultusminister kaum noch Initiativen.


  • 23.4.1943 (vor 83 Jahren)

    Berlin * Juden wird die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen.


  • 23.4.1970 (vor 56 Jahren)

    Los Angeles * John Lennon und Yoko Ono beginnen eine Urschrei-Therapie in Los Angeles. 


  • 23.4.2014 (vor 12 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Ex-Wiesnwirt Sepp Krätz verliert seine Schanklizenz und muss den Andechser am Dom bis 1. Juni räumen. Möglicherweise übernimmt - ebenso wie das Hippodrom am Frühlingsfest seine Ehefrau Tina Krätz und seine Schwester Johanna Barsy den Betrieb.

    Vorsorglich hat Sepp Krätz gegen den Konzessionsentzug geklagt. Die Klage hat aufschiebende Wirkung, sodass er erstmal im Andechser am Dom noch Wirt bleiben kann. 


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