Am 03. Juli geschah

  • 3.7.321 (vor 1705 Jahren)

    Rom ? • Das Dekret Kaiser Konstantin des Großen, in dem er den Sonntag als gesetzlichen Ruhetag im römischen Reich erklärt, tritt in Kraft. 


  • 3.7.750 (vor 1276 Jahren)

    Erching * Der Freisinger Bischof Joseph von Verona erhält von Herzog Tassilo III. Grundbesitz im benachbarten Erching, wozu auch Bauerngüter in Föhring gehören. Damit beginnt die Besitzgeschichte der Freisinger Bischöfe in Föhring. 


  • 3.7.1630 (vor 396 Jahren)

    Regensburg * Kaiser Ferdinand II. eröffnet den Regensburger Kurfürstentag. Er wird bis November dauern. Auf dem Kurfürstentag will Kaiser Ferdinand II.

    • die Wahl seines Sohnes Ferdinand III. zum deutsch-römischen König sichern und
    • Unterstützung gegen die niederländischen Generalstaaten einfordern.

    Doch die Kurfürsten verweigern die Zustimmung zur Wahl Ferdinands III. und fordern stattdessen

    • eine Verringerung der kaiserlichen Armee und
    • eine Milderung der Kriegskosten.
    • Der kaiserliche Oberbefehlshaber Albrecht von Wallenstein wird seines Postens enthoben.
      Der 71-jährige Johann Tserclaes Graf von Tilly erhält dafür zusätzlich zu seinem Kommando der katholischen Liga nun auch noch den Oberbefehl über das kaiserliche Heer.
    • Der Kaiser einer Überprüfung des Restitutionsedikts zustimmen. 

  • 3.7.1800 (vor 226 Jahren)

    München * Nach der Flucht des Kurfürsten Max IV. Joseph findet sich in einer weit verbreiteten Broschüre mit dem Titel: „Dankadresse von der baierischen Nation an Max Joseph IV.“ eine spöttische Kommentierung dieser Situation. Darin wird als größte Wohltat des Kurfürsten seine „Flucht aus München“ gepriesen, da er dadurch „die Stadt und das ganze Land der französischen Großmut preisgegeben und die Untertanen vollends überzeugt habe, dass sie sich auch ohne Fürsten und Militär selbst zu verteidigen, zu regieren und die Gefahren, in der sie ihr vielgeliebter Regent versetzt hat, mit männlicher Klugheit abzuwenden wissen“. Der Text will die Baiern in Stadt und Land davon überzeugen,  

    • dass die Nation reif ist für eine republikanische Staatsform nach französischem Muster und  
    • dass der Kurfürst als Oberhaupt des Staatswesen absolut entbehrlich sei.  

    Freilich gibt es auch Stimmen gegen die Härten, die die französischen Einquartierungen mit sich bringen. Doch es herrscht eine grundsätzliche Sympathie für die Franzosen und das republikanische Frankreich.

    Die Verantwortung für die unerquickliche Lage lastet man jedenfalls weniger den französischen Besatzungstruppen, als vielmehr dem geflüchteten Kurfürsten Max IV. Joseph und seiner verfehlten Politik an, mit der er Baiern im kaiserlichen Lager festhält. Selbst regierungstreue Münchner sehen sich durch die republikanischen Soldaten immer noch besser behandelt als durch die verbündeten Österreicher. 


  • 3.7.1837 (vor 189 Jahren)

    Vorstadt Au * Der Brauereibesitzer Franz Xaver Zacherl kauft vom Krebsbauern Balthasar Peter um 14.000 Gulden das Anwesen Marquartskreith. Er wandelt das lediglich zur Unterkunft für die Sommerfrische [= Sommervillegiatur] errichtete Salettl des Herrn Nockher in eine „Gastwirtschaft zum Nockhergarten“ um, die von den Münchnern wegen der schönen Aussicht gerne besucht wird. 


  • 3.7.1837 (vor 189 Jahren)

    Vorstadt Au * Der Brauereibesitzer Franz Xaver Zacherl kauft das Nockher-Anwesen um 14.000 Gulden. Kein Wunder also, dass die Kinder später singen werden: „Des is da Nockher-Berg, der wo an Zacherl g'hört!“


  • 3.7.1866 (vor 160 Jahren)

    Königsgrätz * Der preußischen Militärführung gelingt es, ihre getrennt anmarschierende Armee bei Königgrätz zu einem vereinten Schlag zusammenzuführen und den Österreichern sowie den an ihrer Seite kämpfenden Sachsen eine schwere und letztlich entscheidende Niederlage zuzufügen. 


  • 3.7.1867 (vor 159 Jahren)

    Ilbesheim * Johannes Hoffmann, der spätere bayerische Ministerpräsident, wird in Ilbesheim bei Landau in der Pfalz geboren. 


  • 3.7.1869 (vor 157 Jahren)

    Norddeutscher Bund * Das Gesetz „betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung“ wird im Norddeutschen Bund erlassen. Es hebt alle rechtlichen Benachteiligungen aufgrund der Religionszugehörigkeit auf. 


  • 3.7.1869 (vor 157 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Adolf Friedrich von Schacks Mutter stirbt. Mit einem Teil des Geldes aus der Erbschaft kauft der Kunstmäzen die Grundstücke an der Brienner Straße 21 und 22.


  • 3.7.1880 (vor 146 Jahren)

    München * Carl von Eichthal, der Kgl. Bay. Hofbankier und Mitbegründer der Bayerischen Vereinsbank, stirbt in München. 


  • 3.7.1889 (vor 137 Jahren)

    München-Haidhausen * Die Verwaltung der Landeshauptstadt München kauft von der Münchner-Kindl-Brauerei das Anwesen des Schloßwirths, das an der Stelle des ehemaligen Langerschlößls steht. Die Wirtschaft wird abgerissen und an seiner Stelle ein Pferdestraßenbahn-Betriebshof errichtet. Der im Münchner Volksmund seit altersher als Depot bezeichnete Betriebshof entsteht auf einem 4.800 Quadratmeter großen Areal. Es beherbergt ein

    • dreistöckiges Wohngebäude mit Bureaux,
    • eine zweistöckige Etagenstallung für 180 Pferde mit einer Rampe zum Obergeschoss,
    • eine achtzehngleisige Wagenhalle für vierundfünfzig Trambahnwagen mit dem
    • darüber befindlichen Hafer-, Heu- und Strohmagazin und 
    • ein zweistöckiges Werkstättengebäude
    • mit einer Schreinerei und
    • einer Schlosserei im Parterre sowie
    • einer Lackiererei und
    • einer Sattlerei im ersten Stock.  

    Die Wagen können mit einem Aufzug in die letztgenannten Werkstätten hochgezogen werden. Außerdem ermöglicht eine besondere Durchfahrt im Werkstättengebäude das Ein- und Ausrücken der Trambahnwagen. 


  • 3.7.1889 (vor 137 Jahren)

    München-Haidhausen * Kurz vor dem Abriss des ehemaligen Langer-Schlössls in der Äußeren-Wiener-Straße (heute Einsteinstraße 28) erkennt der Chemiker Adolf Keim den Wert und die Unersetzbarkeit der Wandgemälde von Robert von Langer. Da aber die Stadt kein Geld zur Abnahme und Übertragung der Gemälde an einen geeigneteren Ort hat, finanziert Adolf Keim die Verlagerung der Fresken aus seiner eigenen Tasche. 

    Selbst die Zusage der Landeshauptstadt München, die Finanzierung von fotografischen Aufnahmen der Fresken für Dokumentationszwecke zu übernehmen, lassen die Verantwortlichen auch wieder fallen. So werden die Wandgemälde - privat finanziert - in die Städtische Handelsschule an der Herrnstraße übertragen, wo sie im Zweiten Weltkrieg endgültig zerstört werden. 


  • 3.7.1901 (vor 125 Jahren)

    Bayreuth - Bogenhausen - Haidhausen * Cosima Wagner ist der zügig fortschreitende Baufortgang des Prinzregenten-Theaters ungeheuer. Protestierend legt sie „vor Gott und den Menschen“ einen schriftlichen Eid ab, in dem sie betont, dass es „des Meisters endgültiger Wille“ gewesen sei, dass „sein Theater einzig in Bayreuth stehe“.


  • 3.7.1934 (vor 92 Jahren)

    Oranienburg * Das zur Leibstandarte Adolf Hitler gehörende Wachpersonal im KZ Oranienburg fordert Erich Mühsam zum Selbstmord auf. Doch Mühsam weigert sich. 


  • 3.7.1938 (vor 88 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Der Turm der evangelischen Matthäuskirche wird gesprengt. 


  • 3.7.1961 (vor 65 Jahren)

    Rom-Vatikan - München-Kreuzviertel * Kardinal Julius Döpfner wird zum 10. Erzbischof von München und Freising ernannt. 


  • 3.7.1969 (vor 57 Jahren)

    Hartfield * Brian Jones, der Ex-Lead-Gitarrist der Rolling Stones, stirbt in Hartfield, Sussex. 


  • 3.7.1998 (vor 28 Jahren)

    München-Haidhausen * Am Vormittag versammeln sich unter einem Straßenschild der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, einige Lokalpolitiker und Soziologiestudenten, um bei strömenden Regen auf dem ehemaligen Max-Weber-Platz feierlich eine Tafel zu enthüllen, die kundtat, dass dieser Platz ab sofort Max-Weber-Platz heißt.
    Was hier um 11:17 Uhr vollzogen wird, hätte Karl Valentin nicht besser erfinden können. 


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