Am 16. Mai geschah

  • 16.5.1507 (vor 519 Jahren)

    München-Angerviertel * Erzürnten Gesellen gelingt erneut die Erstürmung des Frauenhauses, wofür sie zur Strafe in der Schergenstube eingesperrt werden. 


  • 16.5.1624 (vor 402 Jahren)

    München - Au * Kurfürst Maximilian I. kann den Stiftungsbrief für die Pfarrei Neudeck unterzeichnen. Darin wird bestimmt, dass 

    • der Pfarrer die Dechantwürde besitzt und 
    • ein „wohl qualifizierter Mann und ein guter Prediger“ sein muss. 
    • Als Gehilfen werden ihm zwei Kapläne zur Seite gestellt, die über Musikkenntnisse verfügen sollen, um „auf dem Kirchenchore mitwirken zu können“. 
    • Besondere Musikalität wird auch von dem anzustellenden Schullehrer und dem Mesner verlangt.

  • 16.5.1626 (vor 400 Jahren)

    München - Au * Kurfürst Maximilian I. unterzeichnet den Stiftungsbrief für die Pfarrei Neudeck. 


  • 16.5.1652 (vor 374 Jahren)

    Turin - München * Die savoyische Prinzessin Henriette Adelaide zieht mit einem Tross mit 350 Personen von Turin in Richtung München. 


  • 16.5.1705 (vor 321 Jahren)

    München * Mit der österreichischen Besatzung Münchens erleben die Kaffeehäuser einen enormen Aufschwung. 


  • 16.5.1705 (vor 321 Jahren)

    München * Nachdem Kurfürstin Therese Kunigunde am 16. Februar 1705 zu ihrer Mutter nach Venedig reiste, besetzen die Kaiserlichen auch das Rentamt München und verweigerten der Kurfürstin die Einreise nach Baiern. 8.000 Soldaten marschieren um 7 Uhr vor den Stadttoren auf und drohen mit Bombardierung. Die Münchner kapitulieren.

    Zur Besetzung des Rentamtes München kommt es auch deshalb, weil man in München keinen großen Eifer zeigt, die vereinbarten Abrüstungsmaßnahmen aus dem Ilbesheimer Vertrag umzusetzen. Eine Kaiserliche Administration unter Reichsgraf Maximilian Carl von Löwenheim-Wertheim-Rochefort bemüht sich nun um eine ordnungsgemäße Verwaltung des Kurfürstentums Baiern. 


  • 16.5.1772 (vor 254 Jahren)

    München - Rom-Vatikan * Papst Clemens XIV. hebt auf Bitten der baierischen Regierung zwanzig kirchliche Feiertage auf. Bisher gibt es 124 Sonn- und Feiertage, die sich aufteilen in 52 Sonntage, 53 übliche und 19 gebotene Feiertage, was im Schnitt einer Fünf-Tage-Woche entspricht. Abgeschafft werden

    • acht Apostelfeste,
    • dazu die Festtage der Heiligen Anna (26. Juli),
    • Laurentius (10. August),
    • Michael (29. September),
    • Johann Evangelist (27. Dezember),
    • Georg (23. April),
    • Magdalena (22. Juli),
    • Martin (11. November),
    • Katharina (25. November),
    • Nikolaus (6. Dezember),
    • Unschuldige Kindlein (28. Dezember). 
    • Dann noch der Osterdienstag und
    • der Pfingstdienstag.

    Mit der Aufhebung der Feiertage entfällt die Verpflichtung zum Besuch der heiligen Messe am Vormittag und das Fastengebot am Vorabend. Andererseits müssen an den aufgehobenen Feiertagen die Werkstätten und Läden geöffnet werden. Weil die Einhaltung der Verordnung nicht überprüft wird, wird sie auch nicht eingehalten. 


  • 16.5.1797 (vor 229 Jahren)

    München-Isarvorstadt * Die von Reichsgraf Rumford projektierte Ringstraße wird dem öffentlichen Verkehr übergeben. Auf der Trasse des heutigen Wittelsbacher Platzes, der Ottostraße, der westlichen Fahrbahn der Sonnenstraße, der Müllerstraße und der Rumfordstraße ist ein etwa 14 Meter breiter Damm angelegt worden. Zu ihrer Verschönerung wird die Straße zu beiden Seiten mit Pappeln bepflanzt.

    Auf den nordöstlichen Abschnitt der Rumfordchaussee wird wegen der komplizierten Besitzverhältnisse im Lehel und dem unsicheren Gelände verzichtet.


  • 16.5.1828 (vor 198 Jahren)

    Vorstadt Au * Der Magistrat der Vorstadt Au kauft dem Staat den Mariahilfplatz ab.


  • 16.5.1834 (vor 192 Jahren)

    Vorstadt Au * Johann Nestroys „Der böse Geist Lumpazivagabundus“ erlebt im Schweiger‘schen Volkstheater in der Vorstadt Au seine Münchner Premiere. Erst knapp vier Wochen später wird das Bühnenstück im Königlichen Hof- und Nationaltheater gespielt.


  • 16.5.1849 (vor 177 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Bayerische Landtag tritt wieder zusammen. 


  • 16.5.1860 (vor 166 Jahren)

    München * Der Münchner Turnverein wird als Verein zur körperlichen Ausbildung wieder gegründet.


  • 16.5.1882 (vor 144 Jahren)

    München-Haidhausen * Eduard Theodor Grützner gibt den Abriss der beiden Wiesinger-Gebäude in der Praterstraße 7 und 8 bekannt.


  • 16.5.1884 (vor 142 Jahren)

    Falkenstein * König Ludwig II. kauft die Burgruine Falkenstein bei Pfronten, unweit von Schloss Neuschwanstein. 


  • 16.5.1886 (vor 140 Jahren)

    München-Untergiesing * Auf dem Schyrenplatz geht die erste Profi-Radrennbahn der Welt in Betrieb. Bei der Eröffnung der 500 Meter langen Bahn mit den überhöhten Kurven beeindrucken drei „Geldpreisfahrer“ aus dem Ausland mit ihren außergewöhnlichen Leistungen.


  • 16.5.1899 (vor 127 Jahren)

    München-Au * Friedrich von Thiersch und das Baugeschäft Heilmann & Littmann unterzeichnen Pläne für die Erweiterung des Münchner-Kindl-Kellers an der Rosenheimer Straße. Thiersch gestaltet einen in den Proportionen wesentlich verbesserten Bau in Formen des Jugend- und Heimatstils. Die Fassadengestaltung strahlt eine Münchner Behäbigkeit aus.

    Der weit über Münchens Grenzen hinaus bekannte Biertempel wird so beschrieben: „Die neue Hauptfront des Erweiterungsbaues ist in Deutschrenaissance gehalten. Die Mitte des Baues besteht aus einem 25 Meter hohen Giebel, an dessen beiden Seiten Türme angebracht sind; eine geräumige Terrasse, von Kreuzgewölben getragen, mit seitlichen Treppentürmchen versehen, erstreckt sich in der Höhe des ersten Stockwerkes.

    Dass man sich vor einem modernen Bierpalast befindet, kennt man sofort an der originellen, dekorativen Weise, in der der Bau ausgeführt ist. Die an Maßkrugdeckel erinnernden Turmhauben und das große Bild des Münchner Kindls aus farbigen Tonplatten an der oberen Giebelfläche ist der beste Beweis hierfür”.

    • Mit einem Flächeninhalt von 1.600 Quadratmetern und einem Fassungsvermögen von über 5.000 Personen entsteht hier der größte Saalbau Münchens und der viertgrößte im Reich.
    • Hinzu kommt noch ein 500 Plätze fassendes „Bräustüberl” und ein Biergarten, in dem ebenfalls 5.000 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

    Am weithin sichtbaren Giebel, der von zwei Türmen mit kupfergedeckten Hauben flankiert ist, findet sich ein Mosaik mit dem Münchner Kindl. Zwischen den Turmgeschossen sind stilisierte Eichenbäume mit Blattwerk angebracht. An der Ecke zur Hochstraße, an der die Stützmauer des Biergartens mit schönen alten Kastanienbäumen die Höhe eines Vollgeschosses erreicht, schiebt sich ein Balkon zur Straße vor, überwölbt von einem Bogen, auf dem ein maßkrugschwingendes „Münchner Kindl“ steht.

    Thiersch hat die Baugruppe zu einem Blickfang an der von der Isar her ansteigenden Rosenheimer Straße gestaltet. Die Formensprache seines Anbaus zeigt keinerlei Anklänge an die Renaissancearchitektur des bestehenden Altbaus, der streng symmetrisch gegliedert war. 

    Sehr geschickt löst er die Aufgänge zum Biergarten und die Stützmauern aus Sichtbeton. Als Abschluss des Wirtschaftsgartens ist an der südlichen Grenze desselben noch eine gedeckte hölzerne Halle errichtet, die die unschönen Brandmauern der benachbarten Brauereien abdeckt.


  • 16.5.1908 (vor 118 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Der neue Messepark auf der Theresienhöhe öffnet seine Pforten. Die erste Ausstellung trägt den Namen „München 1908“


  • 16.5.1917 (vor 109 Jahren)

    München * Der Verein Unabhängige Sozialdemokratie Stadt und Land wird bei der Polizeidirektion vereinsrechtlich angemeldet. Der Zweck der Neugründung wird beschrieben als „die Bestrebungen der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu unterstützen, die nach ihren Organisationsgrundlinien in grundsätzlicher Opposition zum herrschenden Regierungssystem und zur Kriegspolitik der Reichsregierung steht“.

    • Der Vorsitzende der Münchner USPD heißt Albert Winter sen..
    • Die neue Partei wird sofort von der Polizei überwacht. 
    • Die Münchner USPD hat am Anfang etwa 35 Mitglieder. 
    • Im Vergleich: Die MSPD zählt in München zum gleichen Zeitpunkt rund 15.000 Mitglieder. 

  • 16.5.1918 (vor 108 Jahren)

    Berlin - Deutsches Reich * Das Kriegsernährungsamt kürzt die tägliche Brotration auf 150 Gramm pro Person. 


  • 16.5.1932 (vor 94 Jahren)

    München-Geiselgasteig * Die Dreharbeiten für Karl Valentins und Liesl Karlstadts ersten abendfüllenden Tonfilm „Die verkaufte Braut“ in den Emelka-Studios in Geiselgasteig beginnen. Sie dauern bis zum 5. Juli 1932. Der Regisseur Max Ophüls versteht es ausgezeichnet, sich auf Karl Valentins Textschwäche einzustellen.


  • 16.5.1936 (vor 90 Jahren)

    München * NS-Ratsherr Christian Weber reicht die Satzung des aus dem Kuratorium für das Braune Band von Deutschland hervorgegangenen Verein Das Braune Band von Deutschland beim Registergericht München ein.


  • 16.5.1939 (vor 87 Jahren)

    München - Augsburg • Viel Zeit zur Erholung hatte Liesl Karlstadt nicht. Bereits Anfang Mai hatte sie Proben im Münchner Volkstheater. Am 16. Mai 1939 war dann die Uraufführung des Theaterstücks „Glück im Spiel, Glück in der Liebe“, einer Wiener Komödie, die ins Münchner Mileu verpflanzt wurde. Liesl Karlstadt wurde die Hauptrolle der Frau Betty Neubauer quasi auf den Leib geschrieben. 

    Sofort nach dem Gastspiel im Volkstheater begibt sich Liesl Karlstadt wieder ins Augsburger Krankenhaus. Die Angina vom April 1939 ist nicht ausgeheilt und verursacht eine massive Blutvergiftung mit sehr großen Entzündungen in beiden Oberschenkeln. Beinahe hätte das rechte Bein amputiert werden müssen.


  • 16.5.1946 (vor 80 Jahren)

    New York * Zu Buffalo Bills Stars gehört die gefeierte und exzellente Meisterschützin Annie Oakley. Ihr wird später das weltberühmte Musical „Annie Get Your Gun“ gewidmet. Es hat in New York Uraufführung.


  • 16.5.1969 (vor 57 Jahren)

    London - USA * Wegen seines Drogenprozesses vom November 1968 wird John Lennons Visumantrag für die USA abgelehnt. 


  • 16.5.1974 (vor 52 Jahren)

    Bonn * Nach dem Rücktritt von Willy Brandt wird Helmut Schmidt [SPD] zum 5. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Die größten Herausforderungen während seiner Amtszeit sind die weltweite Wirtschaftsrezession und die Ölkrisen der 1970er Jahre, die die Bundesrepublik unter seiner Führung besser überstand als die meisten anderen Industriestaaten. 


  • 16.5.1976 (vor 50 Jahren)

    München-Angerviertel * 40 Jahre nach Entstehen des von der Nazi-Zensur verbotenen Valentin-Karlstadt-Kurzfilms „Die Erbschaft“ wird dieser im Münchner Stadtmuseum uraufgeführt.


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