Am 13. Februar geschah

  • 13.2.1327 (vor 699 Jahren)

    München-Angerviertel * Beim „ersten Hahnenschrei“ bricht im Angerkloster ein Feuer aus, das zum verheerendsten Stadtbrand der Geschichte Münchens wird. Fast ein Drittel der Stadt wird ein Opfer der Flammen. Dreißig Menschen sterben bei dem Großfeuer. 


  • 13.2.1632 (vor 394 Jahren)

    München ? * Maximilian Ferdinand Graf von Törring-Seefeld wird geboren. 


  • 13.2.1641 (vor 385 Jahren)

    Andechs - München * Der „Andechser Heiltumsschatz“ wird auf Befehl des Kurfürsten Maximilian I. nach München gebracht. Die Heiltümer, Reliquien und Hostien werden in der Gruft des Klosters Andechs in der Gruftgasse und in der kurfürstlichen Münzstätte untergebracht. 


  • 13.2.1664 (vor 362 Jahren)

    Regensburg * Die Grafen von Taxis aus Regensburg übernehmen die Errichtung einer regulären Postverbindung im Kurfürstentum Baiern. 


  • 13.2.1681 (vor 345 Jahren)

    Eisenach * Max Emanuel bricht - inkognito - zur Brautschau nach Eisenach auf, wo er sich für die protestantische Prinzessin Eleonore Erdmute von Sachsen-Eisenach interessiert.


  • 13.2.1701 (vor 325 Jahren)

    Köln * Kurköln unter Kurfürst Joseph Clemens schließt mit Frankreich einen Allianzvertrag, der Kölns „bewaffnete Neutralität“ beinhaltet. Die Folgen sind verheerend: Das Erzstift Köln wird zum ersten Kriegsschauplatz im Spanischen Erbfolgekrieg. 


  • 13.2.1736 (vor 290 Jahren)

    Wien * Maria Theresia von Österreich und Franz I. Stephan von Lothringen, der spätere Kaiser, heiraten. 


  • 13.2.1795 (vor 231 Jahren)

    Innsbruck * Maria Leopoldine von Österreich-Este trifft mit ihren Eltern und umfangreichem Gefolge in Innsbruck ein. 


  • 13.2.1799 (vor 227 Jahren)

    München-Graggenau * Der Vertreter des kaiserlichen Hauses, Joseph Anton August Graf von Seilern, eilt mit einem unterschriftsreifen „Tauschvertrag“ ans Sterbebett von Carl Theodor, um von dem Baiernherrscher in einem günstigen Moment doch noch die begehrte Unterschrift zu erhalten. Es ist die Kurfürstin, die ihn persönlich daran hindert, das Krankenzimmer zu betreten.

    Im Gegensatz dazu führt Maria Leopoldine Herzog Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Gelnhausen, der die Interessen von Pfalz-Zweibrücken vertritt, sofort in das Gemach des sterbenden Kurfürsten Carl Theodor. 


  • 13.2.1808 (vor 218 Jahren)

    München * Minister Maximilian Joseph von Montgelas legt dem Staatsrat den zum Teil skizzenhaften Entwurf einer Verfassung vor. Noch ist man sich in München nicht sicher, wie schnell Napoleon Bonaparte eine eigene zentralistische „Verfassung für den Rheinbund“ durchsetzen wird.   
    Eile war demzufolge angebracht.  

    Und so kann die „Konstitution des Königreichs Baiern“ bereits am 1. Mai 1808 verkündet werden. 


  • 13.2.1832 (vor 194 Jahren)

    London - Petersburg - Paris - München * Nachdem Prinz Carl die griechische Krone ausgeschlagen hat, wählen die drei Schutzmächte England, Russland und Frankreich Carls Neffen Otto, den zweitgeborenen, erst 16-jährigen Sohn König Ludwigs I., zum griechischen König. 


  • 13.2.1834 (vor 192 Jahren)

    Ottobrunn * Die Ottosäule in Ottobrunn wird eingeweiht. Sie trägt die antik gestaltete Büste des damals siebzehnjährigen griechischen Königs aus dem bayerisch-wittelsbachischen Herrscherhaus. Der Sockel ist mit Blattvoluten und Eckpalmetten verziert, die von Trophäen, Insignien und den Wappen der Königreiche Bayern und Griechenland umringt werden. Ein Löwe liegt zu Füßen des Sockels. Die künstliche Anhöhe, auf der sich die Ottosäule in Ottobrunn erhebt, wird erst in späterer Zeit mit Felsensteinen verkleidet werden. 


  • 13.2.1848 (vor 178 Jahren)

    Lindau * Lola Montez reist nach Lindau am Bodensee. Dort wartet sie auf ihre Habseligkeiten, Dienerschaft, Hunde und briefliche Antwort von Ludwig. 


  • 13.2.1883 (vor 143 Jahren)

    Venedig * Richard Wagner stirbt in Venedig in den Armen seiner Frau Cosima.

    Zu Recht behauptet König Ludwig II. von sich, er hat Richard Wagner „zuerst erkannt“ und „der Welt gerettet“.


  • 13.2.1917 (vor 109 Jahren)

    Paris * Die Tänzerin „Mata Hari“ wird im Élysée Palace Hotel festgenommen und ins berüchtigte Frauengefängnis Saint-Lazare gebracht.


  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Vom 13. bis zum 20. Februar findet im Münchner Deutschen Theater ein Kongress der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte statt.  

    Ministerpräsident Kurt Eisner berichtet über den in Bern stattgefundenen Internationalen Sozialistenkongress. Er beschimpft dabei die Pressevertreter als Pressegesindel, da sie Berichte gefälscht hätten. Daraufhin verlassen die Anwesenden Pressevertreter den Kongress und stellen die Berichterstattung ein. Sämtliche Münchner Blätter protestieren in einer Erklärung gegen diese Behandlung der Presse.  

    Unabhängig davon wird der Kongress - allerdings ohne Erfolg - versuchen, die Existenz der Räte im künftigen parlamentarischen Bayern sicherzustellen. 


  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Ein Teil der Teilnehmer des Kongresses der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte sehen in dem Aufruf des Ministers für militärische Angelegenheiten, Albert Roßhaupter, die wehrfähigen Männer zum Eintritt in den „Volksheimatschutz“ zu bewegen, die Absicht, eine „Weiße Garde“ zu gründen. Sie fordern den Rücktritt des SPD-Staatsministers. 


  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Martin Segitz [SPD] erlässt in seiner Funktion als Staatskommissar für Demobilmachung eine „Verordnung über Einschränkung der Tanzlustbarkeiten“


  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    Frankfurt am Main * Zu den wenigen bürgerlichen Zeitungen, die Eisners Wirksamkeit in Bern gerecht wird, gehört die Frankfurter Zeitung. Sie schreibt: „Wer aber in so überaus gehässiger Weise die Arbeit Eisners in Bern entstellt, verdächtig und herabwürdigt, wie das neuerdings geschehen ist, der hat nicht verstanden, worauf es eigentlich beim Sozialistenkongress ankam. […]

    Herr Eisner hat sich […] in Bern um die deutsche Sache verdient gemacht; insbesondere ist die Annahme der sehr erfreulichen Resolution über die Gefangenen auf sein Wirken zurückzuführen.“ 


  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    Weimar * Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann stellt das Arbeitsprogramm der neuen Reichsregierung vor. Es beinhaltet: 

    • den sofortigen Friedensschluss,
    • die Demokratisierung der Verwaltung,
    • die Schaffung eines demokratischen Volksheeres,
    • die öffentliche Kontrolle privatmonopolistischer Wirtschaftszweige,
    • die Sozialisierung der Bergwerke und der Energiebetriebe,
    • die verschärfte Erfassung der Kriegsgewinne und
    • soziale Verbesserungen. 

  • 13.2.1919 (vor 107 Jahren)

    Weimar - Essen * In Weimar beginnen die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Vertretern der Essener Neunerkommission, dem Bezirksbetriebsrat Halle, der Gewerkschaften und der Arbeitgeber.

    Die Regierung weigert sich, den Betriebsräten außer sozialpolitischen Rechten weitere Funktionen im wirtschaftlichen und politischem Raum zuzugestehen. Der umfassende Kontrollanspruch der Arbeiterräte wird abgelehnt. 


  • 13.2.1929 (vor 97 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Premiere der Valentin-Karlstadt-Tonfilmimitation „In der Schreiner-Werkstätte“ im Apollotheater. Während auf der Leinwand der Film läuft, wird dahinter die dazu passende Tonkulisse erzeugt. 
    Die „Münchner Neuesten Nachrichten“ schreiben dazu: „Man hört Hunderte verschiedene Geräusche, fallende Bretter, Suppenlöffel, Säge, Laufschritte usw.: sehr deutlich ist das, was gesprochen, gezankt wird; und sogar durchaus synchron.“ 


  • 13.2.1954 (vor 72 Jahren)

    München * Die Münchner Einzelhandelsgeschäfte sind mit den Gewerkschaften einig, dass die Geschäfte am Samstagnachmittag - mit Ausnahme des ersten Samstags im Monat - um 14:00 Uhr schließen.

    Nur die Firmen „C&A Brenninkmeyer“ und „Salamander“ wollen ihre Geschäfte jeden Samstag bis 17:00 Uhr geöffnet halten.


  • 13.2.1970 (vor 56 Jahren)

    München-Isarvorstadt * Bei einem Brandanschlag auf das jüdische Altersheim an der Reichenbachstraße 27 kommen zwei Frauen und fünf Männer, darunter zwei Holocaust-Überlebende zu Tode. 

    Die Urheber dieser Mordtat hat die Polizei bis zum heutigen Tag nicht ermitteln können. 


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