Am 08. März geschah

  • 8.3.1808 (vor 218 Jahren)

    München * München erhält ein neues Stadtwappen. Die neue Verfassung hat die Aufhebung der kommunalen Selbstständigkeit gebracht. Damit wird auch der Mönch aus dem Stadtwappen entfernt. Nun trägt ein Löwe ein Schild mit einem großen „M“, sozusagen als Vorläufer des Münchner Autokennzeichens. Allerdings steht das „M“ im Schild nicht für München, sondern für den Namen des  Königs: „Max I. Joseph“


  • 8.3.1849 (vor 177 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Abgeordnetenkammer wird die Vorlage einer im Sinne der „Frankfurter Grundlage“ geänderten Bayerischen Verfassung versprochen. Doch noch am gleichen Tag vertagt König Max II. den Landtag und bildet die Regierung um. 


  • 8.3.1887 (vor 139 Jahren)

    München * Das Bayerische Innenministerium stellt einen Antrag an Prinzregent Luitpold, Kostümierungserlaubnisse alleine auf Singspielhallen zu beschränken, da diese leichter zu überwachen sind, als andere Etablissements.


  • 8.3.1897 (vor 129 Jahren)

    München * Franz Stuck erhält das Münchner Bürger- und Heimatrecht übertragen.


  • 8.3.1917 (vor 109 Jahren)

    Petersburg * In Petrograd beginnt die eigentliche Revolution. In den Putilow-Werken wird erneut gestreikt, die Streikenden demonstrieren für eine bessere Versorgung, vor allem mit Brot. Gegen 14 Uhr treten die Arbeiterinnen in der Fabrik Ayvas ebenfalls in den Ausstand. Sie demonstrieren gegen die Brotknappheit und für die Rückholung ihrer Männer von der Front. Den protestierenden Frauen schließen sich im Laufe des Tages rund 130.000 Arbeiter an.

    Dabei schlagen die Kundgebungen ins Politische um: „Weg mit der Monarchie! Schluss mit dem Krieg!“ steht auf den Transparenten. Die Lage in Petrograd gerät immer mehr außer Kontrolle. Es kommt zu den ersten schweren Zusammenstößen zwischen streikenden Arbeitern und dem Militär. 

    Sehr schnell gibt es in den Betrieben Wahlen zu Arbeiterräten. Eine Form der Selbstorganisation, die die Arbeiter schon im Jahr 1905 entwickelt hatten. Daraus entstehen in der Folge Arbeiter- und Soldatenräte im ganzen Land.


  • 8.3.1918 (vor 108 Jahren)

    Bad Kreuznach - Spa * Das Große Hauptquartier der Obersten Heeresleitung - OHL wird von Bad Kreuznach in das Hotel Britannique ins belgische Spa verlegt. Dort bleibt es bis zum Kriegsende. 


  • 8.3.1919 (vor 107 Jahren)

    München * SPD, USPD und der Bauernbund legen dem Rätekongress einen gemeinsamen Antrag auf sofortige Einberufung des Landtags vor. Der Rätekongress nimmt den Antrag gegen die Stimmen der extremen Linken an. Dem Antrag voraus geht die Ablehnung, Bayern zur sozialistischen Räterepublik auszurufen.

    Aus Protest gegen diese Beschlüsse erklären die zwei Vertreter des Revolutionären Arbeiterrats, Max Levien und August Hagemeister, sowie Fritz Sauber vom Soldatenrat, ihren sofortigen Austritt aus dem Zentralrat. 


  • 8.3.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Auf einer außerordentlichen Generalversammlung wird Fritz Schröder als Münchner USPD-Vorsitzender abgelöst und Ernst Toller zum neuen Vorsitzenden gewählt. 


  • 8.3.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin * Das Zentrum der Gewalt verlagert sich in den Osten von Berlin. Ein regelrechter Kleinkrieg, mit „kleinen Putschen […], Barrikadenkämpfen und Überfällen“ beginnt. Die Kampfhandlungen dauern bis zum 12. März an. 


  • 8.3.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin * Das SPD-Organ Vorwärts schreibt: „Wo die Bestialität anfängt, hört die Solidarität auf!“. Die Zeitungsredakteure sprechen dem politischen Gegner jede Menschlichkeit ab und liegen damit voll auf der Linie der Konservativen. 


  • 8.3.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin * Für das liberale Berliner Tageblatt ist der März-Streik der „sinnloseste aller vergeblichen Streiks, die jemals in Berlin stattgefunden haben“


  • 8.3.1923 (vor 103 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Nach einer stürmischen Diskussion im Landtag am 8. und 9. März 1923 wird

    • das „Gesetz über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung des Bayerischen Staates mit dem vormaligen Bayerischen Königshause“ mit
    • dem „Übereinkommen zwischen dem Bayerischen Staate und dem vormaligen Bayerischen Königshause“

    mit 92 gegen 26 Stimmen angenommen. 


  • 8.3.1933 (vor 93 Jahren)

    München * Die letzte Ausgabe der Zeitschrift „Der gerade Weg“ erscheint. Dr. Fritz Gerlich bezeichnet darin Hitler und dessen Politik als „undemokratisch und verbrecherisch“. Die Auflage der Zeitschrift liegt bei 1,25 Millionen Exemplare.


  • 8.3.1943 (vor 83 Jahren)

    München * Nach einem Erlass von Innenminister Heinrich Himmler marschieren Polizeibeamte los, um die Häuser der Sinti und Roma zu umstellen und die Angehörigen dieser Bevölkerungsgruppen in Gefängnisse zu bringen. In München ist dies das Gefängnis der Polizei in der Ettstraße. Fünf Tage später rollen die Deportationszüge vom Güterbahnhof los.


  • 8.3.1963 (vor 63 Jahren)

    Großbritannien * Der Sketch „Dinner for One“ wird erstmals mit großem Erfolg im Fernsehen ausgestrahlt. 


  • 8.3.1970 (vor 56 Jahren)

    Großbritannien * Auf der 22. Single der Beatles sind die Lieder „Let It Be“ und „You Know My Name“ aufgenommen. 


  • 8.3.1988 (vor 38 Jahren)

    Großbritannien * „Past Masters Vol. 1 & 2“ ist in den Schallplattenläden erhältlich. Die LPs enthalten in nahezu chronologischer Reihenfolge die nur auf Singles erschienenen Songs der Beatles. 


  • 8.3.2026 (vor 0 Jahr)

    München * Bei der im Freistaat Bayern stattfindenden Kommunalwahl werden in München gewählt: 

    • Der Oberbürgermeister, 
    • der Stadtrat und
    • die Bezirksausschüsse

     


© 2022 Gerhard Willhalm, inc. All rights reserved.

Impressum  Sitemap  Login