Am 05. Mai geschah

  • 5.5.553 (vor 1473 Jahren)

    Konstantinopel * Das Konzil von Konstantinopel beginnt. Es dauert bis 2. Juni. Es verkündet den zweiten Marianischen Glaubensgrundsatz. 
    Er lautet: „Maria hat Jesus als Jungfrau empfangen und geboren“


  • 5.5.1323 (vor 703 Jahren)

    Freising * Das Freisinger Domkapitel wählt den Freisinger Dompropst Albert von Enn zum Bischof. Nachdem der Salzburger Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz die Wahl nicht bestätigen will, muss Papst Johannes XXII. in Avignon eine Entscheidung herbeiführen.  


  • 5.5.1534 (vor 492 Jahren)

    München * Herzog Wilhelm IV. bittet den Pfalzgrafen Ottheinrich von Pfalz-Neuburg, Wiedertäufer aufzuspüren, sie zu bestrafen und ihnen kein freies Geleit durch sein Land zu geben.


  • 5.5.1628 (vor 398 Jahren)

    München - Linz * Oberösterreich wird von Baiern an die Bevollmächtigten des Kaisers übergeben. 


  • 5.5.1688 (vor 338 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Die Heilige Treppe in der Theatinerkirche wird in Gegenwart des Kurfürsten Max Emanuel von seinem Bruder, Joseph Clemens, dem Fürstbischof und Kurfürsten von Köln, feierlich eingeweiht. 


  • 5.5.1705 (vor 321 Jahren)

    Wien * Kaiser Leopold I. stirbt in Wien. Sein 27-jähriger Sohn Joseph I. wird zum Kaiser gewählt. Der neue Herrscher des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation will, dass „auf Bainern Keine andere reflexion zu machen sein, als selbiges in soweith genießen zu Können, das es hinkünftig dem Churfürsten Unnutz seyn solle“.  

    Von dieser Politik ist die Landbevölkerung am stärksten betroffen. 

    • Sie hat - neben den drastischen Steuererhöhungen - besonders unter den drückenden Quartierlasten und den Schikanen der hier stationierten oder durchmarschierenden kaiserlichen Regimenter zu leiden.  
    • Hinzu kommt die Disziplinlosigkeiten und Exzesse der Soldaten, die der Landbevölkerung oft zusätzliche Leistungen abpressten.  
    • Die Bauern müssen für die Militaristen Dirnen besorgen und bezahlen.  
    • Häufig zwingt man sie bei Vergewaltigungen der eigenen Frau, der Töchter und Anverwandten zuzusehen.  
    • Selbst von jungen Mädchen und Schwangeren nehmen die Soldaten keinen Abstand.  
    • Plünderungen gefährden die Lebensmittelversorgung der ländlichen Bevölkerung und der Bewohner der Städte. 

  • 5.5.1718 (vor 308 Jahren)

    Schwabing * Kurfürst Max Emanuel lässt das Schlösschen seines Geheimen Rats und Kabinettsekretärs Ignaz von Wilhelm unter dem Namen Sourenne zu einem adeligen Sitz erheben und mit der Niedergerichtsbarkeit ausstatten.  

    Das Schloss mit seinem Garten an der Werneckstraße in Schwabing ist noch erhalten und trägt den Namen Suresnes. 


  • 5.5.1747 (vor 279 Jahren)

    Wien * Leopold II., der spätere Kaiser, wird in Wien geboren. 


  • 5.5.1818 (vor 208 Jahren)

    Trier * Karl Marx wird in Trier als drittes von neun Kindern geboren. 


  • 5.5.1821 (vor 205 Jahren)

    St. Helena * Napoleon Bonaparte, der ehemalige französische Kaiser Napoleon I., stirbt in Langwood House auf der britischen Insel Sankt Helena im Südatlantik in der Verbannung. 


  • 5.5.1853 (vor 173 Jahren)

    Panama City - San Francisco * Lola Montez besteigt den Raddampfer „Northener“, um mit ihm nach San Francisco zu reisen. 


  • 5.5.1900 (vor 126 Jahren)

    München-Bogenhausen * Der Panoramenmaler, königliche Professor und Farbenfabrikant Ernst Philipp Fleischer erwirbt das 2,38 Hektar große Grundstück an der Ismaninger Straße, das auf das Schloss Stepperg zurückgeht. 


  • 5.5.1900 (vor 126 Jahren)

    Bogenhausen * Herzog Carl Theodor in Bayern veräußert das inzwischen auf 389 Tagwerk angewachsene Bauerwartungsland für vier Millionen Mark an die Terrain-Aktiengesellschaft Herzogpark München-Gern, geführt von Jakob Heilmann und Max Littmann. 

    Mit der Parzellierung der ehemaligen herzoglichen Ländereien in der Isarau zwischen Bogenhausen und dem Oberföhring-Grüntal beginnt die Bebauung des Areals mit repräsentativen Villen für wohlhabende Münchner Bürger - unter dem bis heute geläufigen Namen „Herzogpark“.


  • 5.5.1900 (vor 126 Jahren)

    München-Bogenhausen * Zunächst verkauft Graf Maximilian Joseph von Montgelas gleichnamiger Sohn seine Bogenhausener Besitzungen an Herzog Max in Bayern. Über dessen Erben geht das Bauerwartungsland an die Terrain-Aktiengesellschaft Herzogpark München-Gern von Jakob Heilmann und Max Littmann. Unter der Bezeichnung Herzogpark wird es mit Villen für betuchte Münchner Bürger bebaut.


  • 5.5.1915 (vor 111 Jahren)

    Gorlice-Tarnów​ - Ostfront * Die Truppen der Mittelmächte durchbrechen  - unterstützt von der 11. Bayerischen Division - die russischen Stellungen bei Gorlice-Tarnów. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Haidhausen * Der 19-jährige Konrad Zeller sagt als Zeuge der Erschießungen im Hofbräukeller folgendes aus: „Gleich nach unserer Ankunft im Hofbräukeller mussten wir in Reihe antreten. Jemand, wer weiß ich nicht, gab den Befehl: ‚Ludwig raus‘. Ludwig wurde von 2 Soldaten hinter das Auto geführt. Gleich darauf krachte es 2 oder 3 mal. Ich glaube, dass Ludwig sofort erschossen worden ist“.

    Gegen Mittag werden die übrigen elf Perlacher von Erschießungskommandos hingerichtet. Bei den Ermordeten handelt es sich um den bereits erwähnten Hafnermeister Josef Ludwig sowie die Hilfsarbeiter Artur Koch, Johann Keil, Sebastian Hufnagel, Albert Dengler, sowie den Arbeiter Albert Krebs, der Schweizer Staatsbürger war, weiters um den Schreiner Georg Jakob, den Maurer Josef Jakob, den Eisenbahnarbeiter Georg Eichner, den Arbeiter Konrad Zeller, den Korbmacher August Stöber und den Former Johann Fichtl.

    Josef Ludwig ist Vorsitzender des Perlacher Arbeitersrats, dem aus dem Kreis der Ermordeten noch Josef Jakob und August Stöber angehören. Außerdem ist Ludwig Mitglied im Gemeindeausschuss und steht dem wichtigen Lebensmittelausschuss vor. 

    Von den zwölf Ermordeten sind zehn Mitglieder der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - USPD. Zwei der Getöteten sind Junggesellen; insgesamt werden zehn Frauen zu Witwen, die sich um 46, davon 35 minderjährige Kinder [!], sorgen müssen. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die Angehörigen der Garnison München haben sich umgehend wieder in ihren Kasernen einzufinden. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Soldatenräte, die die Kommandogewalt übernommen hatten, sind abgesetzt. Ab sofort übernehmen wieder Kommandeure den Befehl über die Truppe. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Der Schienen-Nahverkehr wird vom Hauptbahnhof aus wieder aufgenommen. Der Fernverkehr sowie jeder vom Ostbahnhof ausgehende Verkehr bleibt gesperrt. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Der Fernsprech- und Telegrafenverkehr in andere Ortsnetze ist vorläufig nur den Behörden und der Presse erlaubt. Berlin ist nicht erreichbar. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Das Justizministerium erklärt, dass Urteile der Revolutionstribunale null und nichtig sind und Strafen nicht vollstreckt werden. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Das von der Räteregierung ausgegebene Papiergeld wird vom Finanzministerium als „ungültig“ erklärt. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Wegen der vielen Leichen finden die Beerdigungen jetzt auf den Münchner Friedhöfen vor- und nachmittags statt. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München - Freistaat Bayern * Die Leitung der Volksschulen wird Lehrerräten übertragen. An größeren Schulen, wo die Schulleitung nicht ehrenamtlich zu besorgen ist, kann die Gemeindeverwaltung auf Vorschlag des Lehrerrats einen Lehrer hauptamtlich mit der Schulleitung beauftragen. Er ist jedoch nicht Vorgesetzter anderer Lehrer. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München * Die Münchner Neuesten Nachrichten liefern neue haarsträubende Details der Ermordung der Geiseln im Luitpold-Gymnasium und berufen sich dabei auf Informationen aus dem Polizeipräsidium.

    Demnach wurde im Luitpold-Gymnasium „ein männliches Geschlechtsteil“ und „Eingeweide“ gefunden. Später stellt sich zwar heraus, dass es sich um Fleischabfälle eines geschlachteten Schweins handelt, doch das interessiert niemanden mehr. 


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Haidhausen * Josef Hofmiller wird von seinem Schwager informiert, dass in seinem Wohnviertel „die Straßenkämpfe so schlimm [waren], wie 1914 in Belgien.

    Wer mit der Waffe in der Hand angetroffen wurde, wurde auf der Stelle erschossen. Es ist jetzt so weit gekommen, dass viele Gewehre von Kindern mitgeführt werden, die angeben, sie hätten sie gefunden“


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Stadelheim * Erich Mühsam berichtet über grauenvolle Roheitsexesse bei der Exekution von spartakistischen Frauen: „Dort haben die weißen Pelotons zum wiederholten Male die ersten Schüsse auf die Geschlechtsteile von Frauen und Mädchen gezielt, in anderen Fällen die Exekution vollzogen, indem sie zuerst in die Beine, dann in den Unterleib schossen und sich an den Qualen der langsam verendenden Opfer weideten.

    Leider sind diese entsetzlichen Dinge, für deren Wahrheit Zeugen beizubringen sind selbst von den frömmsten Staatsschützern stets unterdrückt worden“


  • 5.5.1919 (vor 107 Jahren)

    Augsburg * Ernst Niekisch wird in seiner Augsburger Wohnung verhaftet. Die Zeit bis er abgeführt wird nutzt er, um aus der SPD auszutreten und in die USPD einzutreten. 


  • 5.5.1926 (vor 100 Jahren)

    München-Graggenau * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Brilliantfeuerwerk oder Ein Sonntag in der Rosenau“ im  „Schausspielhaus“ in der Maximilianstraße 26. Das Stück erlebt 256 Vorstellungen.


  • 5.5.1933 (vor 93 Jahren)

    München-Kreuzviertel - Bayern * Angeblich wollte „Kardinal“ Michael von Faulhaber das „Unrecht gegen die Juden“ in seinem „Hirtenbrief“ vom 5. Mai ansprechen, wird aber von den anderen Bischöfen davon abgehalten.

    In dem „Hirtenbrief“ der bayerischen Bischöfe heißt es jetzt:
    „Unsere jetzige Reichsregierung hat sich große und schwierige Aufgaben gestellt; sie will das deutsche Volk, das an den Folgen des verlorenen Weltkrieges und der Revolution so unsäglich viel leidet, wieder zur früheren Höhe emporführen durch eine geistige, sittliche und wirtschaftliche Erneuerung. [...] 

    Daher rufen wir Bischöfe in tiefer Liebe zu unserem armen Vaterlande, [...] den Blick nicht mehr zu richten auf die Vergangenheit, nicht auf das zu sehen, was uns trennt, sondern auf das, was uns eint, daher einander die Hand zu reichen und in hochherziger Opferwilligkeit die vereinten Kräfte einzusetzen, um der furchtbaren Not, dem immer weiter fortschreitenden Niedergang und dem unseligen Unfrieden Einhalt zu bieten. [...]  

    Der Wiederaufbau unseres Volks- und Staatslebens muß zur Grundlage haben die ewigen, unantastbaren Gesetze des christlichen Glaubens, der christlichen Sitte, der christlichen Gerechtigkeit und des sozialen Friedens.
    Es verdient aufrichtigen Dank, daß der höchste Vertreter der Reichsregierung in feierlicher Stunde erklärte, das Werk der Wiedererneuerung unseres Volkes auf den Felsengrund des christlichen Glaubens stellen und freundschaftliche Beziehungen zur Kirche pflegen zu wollen.  [...]  

    Wir sind dankbar für die Erklärung des Reichskanzlers, daß die Rechte der Kirchen nicht geschmälert, ihre Stellung zum Staate nicht geändert werden wird“.


  • 5.5.1938 (vor 88 Jahren)

    Landsberg * Pater Rupert Mayer wird aufgrund der „Österreich-Amnestie“ - anlässlich der Eingliederung Österreichs in das „Deutsche Reich“ - vorzeitig aus der Haft entlassen.


  • 5.5.1964 (vor 62 Jahren)

    München-Maxvorstadt * In der „Pepsi Cola Show“ im Cirkus Krone treten unter anderem Gus Backus, Bernd Spier und das Medium Terzett auf. 


  • 5.5.1967 (vor 59 Jahren)

    München-Haidhausen * Hans Joachim und Amélie Ziersch schenken die Villa Stuck, das dazugehörige Grundstück und ihre umfangreiche Sammlung dem von ihnen gegründeten „Stuck-Jugendstil-Verein“


  • 5.5.1977 (vor 49 Jahren)

    Bonn * Ludwig Erhard, der ehemalige Wirtschaftsminister und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie CDU-Vorsitzende, stirbt in Bonn. 


  • 5.5.1983 (vor 43 Jahren)

    München * Die Stadtverwaltung startet mit 40 eigenen Fahrzeugen einen Modellversuch mit bleifreiem Benzin.


  • 5.5.1995 (vor 31 Jahren)

    München-Au * Löwenbräu will sich am Projekt Karl-Valentin-Geburtshaus in der Zeppelinstraße 41 beteiligen, wenn die Stadt die Gaststättennutzung genehmigt. 


  • 5.5.2021 (vor 5 Jahren)

    München * Der Corona-Sieben-Tage-Inzidenzwert für München sinkt auf 99,0 ab. Damit ist der Wert wieder auf dem Stand vor dem 31. März 2021. 


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