Am 28. Juni geschah

  • 28.6.1098 (vor 928 Jahren)

    Antiochia * Die Pilgerkrieger wagen einen Ausfall aus Antiochia und erringen den Sieg gegen die Muslime.


  • 28.6.1180 (vor 846 Jahren)

    Regensburg * Kaiser Friedrich Barbarossa verhängt auf dem Reichstag zu Regensburg über den Welfenherzog Heinrich XII. dem Löwen die Oberacht. Erstmals wird auch über die Neuvergabe des Herzogtums Baiern beraten.


  • 28.6.1519 (vor 507 Jahren)

    Frankfurt am Main * Carl V. wird in Abwesenheit in Frankfurt am Main einstimmig zum römisch-deutschen König gewählt.  


  • 28.6.1748 (vor 278 Jahren)

    Haidhausen * Der Bierbrauer Mathias Porttenlenger vom Hallmaierbräu erhält vom Stadtrat die Erlaubnis, am Isarberg, heute etwa Rosenheimer Straße 13, einen „eichenen Stadel zur Unterbringung von Fässern“ und gleichzeitig auch einen Märzenkeller zu erbauen.  

    • Der jährliche Bodenzins beträgt 10 Gulden.  
    • Der Bau einer Wohnung wird verweigert.  
    • Ohne Genehmigung der Stadtkammer dürfen die Baulichkeiten weder erweitert noch an einen anderen Besitzer übergeben werden.  
    • Die gleiche Einschränkung gilt auch für die Aufnahme einer Hypothek. 

  • 28.6.1799 (vor 227 Jahren)

    München * Kurfürst Max IV. Joseph erteilt dem Leimener Finanzier Aron Elias Seligmann „und dessen sämtliche Kinder sowohl Söhne als Tochtermännern das vollkommene Bürgerrecht nebst der Befugnis, dass sie in Churpfalz allenthalben sich niederzulassen, liegende Güter an sich zu bringen und überhaupt alle Gewerbe, die sonst ein Christlicher Unterthan nur zu unternehmen befähiget, nach ihrem gutfinden ebenfalls zu treiben befugt und ermächtigt seyn sollen“.

    • Damit besitzt der Hoffaktor auch die Voraussetzungen für das Münchner Bürgerrecht und kann schließlich von Leimen an die Isar umsiedeln.
    • Aron Elias Seligmann rettet den bayerischen Staat vor dem Ruin, besorgt weitere Darlehensgeber und kann damit Bayerns Finanznöte mildern und die Regierung stabilisieren. 

  • 28.6.1800 (vor 226 Jahren)

    München * Als die französische Armee mit 4.000 Mann vor den Toren Münchens steht, flieht Kurfürst Max IV. Joseph mit seiner Familie umgehend nach Amberg und überlässt seine Hauptstadt der feindlichen Invasion. Auch die österreichischen Soldaten ziehen sich - begleitet von feindseligen Parolen - eiligst zurück.  

    Dafür begrüßen die Münchner die Franzosen um so freundlicher. Der französische General Charles Matthieu Isidore Decaën notierte erfreut in sein Tagebuch: „[...] es schien mir, als ob wir vielmehr Befreier als Feinde waren.“ 


  • 28.6.1802 (vor 224 Jahren)

    München-Graggenau * Die Abbrucharbeiten am Franziskaner-Kloster beginnen. 


  • 28.6.1805 (vor 221 Jahren)

    München-Lehel * Kurfürst Max IV. Joseph erklärt die Sankt-Anna-Kirche zur Pfarrkirche. 


  • 28.6.1815 (vor 211 Jahren)

    München-Graggenau * Andreas und Anna Schlutt, die Eltern der Therese Feldmüller, sind zwischen 28. Juni 1815 und 20. Dezember 1836 Inhaber des Bachl­bräu-Anwesens im Tal Mariae in München, das später wegen der geplanten Verbreiterung der Maderbräugasse verkauft und abgerissen wird.

    Andreas Schlutt ist auch als Makler und Grundstücksspekulant tätig: So kauft er die Immobilie Priel 1, ein Ökonomieanwesen zwischen Bogenhausen und Oberföhring mit 76 Tagwerk.


  • 28.6.1832 (vor 194 Jahren)

    Hambach * Feldmarschall Carl Philipp Joseph Fürst von Wrede verordnet in 16 Paragraphen detaillierte Maßnahmen, mit denen die oppositionelle Volksbewegung unterdrückt werden soll. Im Einzelnen verbietet er

    • öffentliche Versammlungen, politische Vereine und Verbindungen sowie 
    • das Tragen von schwarz-rot-goldenen Abzeichen und Fahnen.
    • Er befiehlt die Entfernung der Freiheitsbäume und
    • kündigt die Bestrafung der Verfasser und Verbreiter unzensierter politischer Flugschriften an. 
    • Für den Fall, dass die angeordneten Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung unzureichend sein sollten, kündigt Wrede die Verhängung des Kriegszustandes an. 

    Im weiteren Verlauf kommt es zu 142 Gerichtsprozessen, in denen sogar sieben Todesstrafen ausgesprochen werden. Diese werden allerdings in lebenslange Haft umgewandelt. 


  • 28.6.1848 (vor 178 Jahren)

    Frankfurt am Main * Die vorläufige deutsche Regierung wird in Frankfurt eingerichtet. 


  • 28.6.1852 (vor 174 Jahren)

    New York * In dem Schauspiel „Lola Montez in Bavaria” tritt Lola Montez im New Yorker Bowery Theatre als Lola Montez auf. 


  • 28.6.1883 (vor 143 Jahren)

    Altötting * Ferdinand Weisheitinger, besser bekannt als Weiß Ferdl, wird in Altötting geboren.  

     


  • 28.6.1912 (vor 114 Jahren)

    München * Lion Feuchtwanger heiratet Marta Löffler. 


  • 28.6.1914 (vor 112 Jahren)

    Sarajevo * Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und seine Ehefrau, die Herzogin Sophie von Hohenberg, besuchen die bosnische Hauptstadt Sarajevo. Am Bahnhof besteigen sie ein offenes Auto und lassen sich damit Richtung Rathaus kutschieren. Schon bald nach der Abfahrt misslingt ein erster Attentatsversuch mit einer serbischen Handgranate. Franz Ferdinand kann den Sprengkörper abwehren, sodass er erst hinter dem Auto explodiert. Der Erzherzog kommt mit dem Schrecken davon, absolviert anschließend seinen Empfang im Rathaus und fährt danach im offenen Automobil weiter.  

    Der Wagen des Erzherzogs kommt unmittelbar vor einem besonders entschlossenen Mitglied des Terrorkommandos zum stehen. Der 19-jährige Gavrilo Princip schießt mit seiner 9-mm-Pistole zwei Mal. Der erste Schuss trifft die Herzogin Sophie von Hohenberg in den Unterleib, die zweite Kugel den Erzherzog. Beide Schüsse sind tödlich.

    • Gavrilo Princip ist Mitglied der Organisation „Mlada Bosna“ [„Junges Bosnien“], eines national-revolutionären Netzwerks von Schülern und Studenten.  
    • Der Bund strebt die Vereinigung von Bosnien-Herzegowina mit dem Königreich Serbien an.  
    • Die selben Ziele verfolgt auch die Terror-Organisation „Vereinigung oder Tod“, auch bekannt als „Schwarze Hand“, ein im Jahr 1911 in Belgrad gegründeter serbischer Geheimbund. 

  • 28.6.1916 (vor 110 Jahren)

    Berlin * Karl Liebknecht wird unter Verlust seines Reichstagsmandats wegen Hochverrats zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Am ersten Prozesstag organisierten revolutionäre Obleute in den Betrieben in Berlin einen spontanen Solidaritätsstreik mit über 50.000 Beteiligten.


  • 28.6.1919 (vor 107 Jahren)

    Berlin * Die Reichsregierung nimmt den Versailler Vertrag unter Protest an. 


  • 28.6.1933 (vor 93 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Die Akademie des Deutschen Rechts wird vom Rechtsanwalt Hans Frank gegründet.


  • 28.6.1938 (vor 88 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Die Vorhalle der evangelischen Matthäuskirche wird gesprengt. 


  • 28.6.1967 (vor 59 Jahren)

    New York * Oskar Maria Graf stirbt in New York. 


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