Am 16. Juni geschah

  • 16.6.1322 (vor 704 Jahren)

    Avignon - Bamberg * Papst Johannes XXII. ernennt Johann Wulfing von Schlackenwerth zum Bischof von Bamberg. 


  • 16.6.1632 (vor 394 Jahren)

    Augsburg * Die Schwedengeiseln, auch die aus anderen baierischen Städten, werden in der alten Bischöflichen Residenz in Augsburg untergebracht und wie Gefangene behandelt.


  • 16.6.1684 (vor 342 Jahren)

    Gran * Durch die türkische Niederlage in der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 sieht Kaiser Leopold I. die Chance zum Gegenschlag gekommen. Am 16. Juni 1684 wird die Stadt Gran von den Kaiserlichen erobert. 


  • 16.6.1705 (vor 321 Jahren)

    München * Die Kaiserliche Administration ordnet an, dass jeweils vier Höfe einen tauglichen Mann für die Armee zu stellen haben.


  • 16.6.1799 (vor 227 Jahren)

    München - Leimen * Kurfürst Max IV. Joseph erklärt öffentlich, dass er „die bayrischen Finanzen in großer Unordnung, alle Staatskassen ausgeleert und selbe überdies noch mit unerschwinglichen Rückständen belastet angetroffen habe“. In den baierischen Regierungskreisen erinnert man sich an den umtriebigen jüdischen Leimener Finanzier Aron Elias Seligmann. 


  • 16.6.1820 (vor 206 Jahren)

    München * Kronprinz Ludwig I. schreibt an den Architekten Leo von Klenze: „Wie viele Erzarbeiten habe ich nicht vor!“  Und weiter: das geplante Denkmal für seinen Vater „möge das beste seyn, u. das wirksamste Mittel die Errichtung der Erzgießerei zu befördern.“


  • 16.6.1832 (vor 194 Jahren)

    Pfalz * Bayerische Truppen, bestehend aus 8.000 Soldaten, marschieren zur Besetzung in die Pfalz ab. 


  • 16.6.1836 (vor 190 Jahren)

    München - Donau * König Ludwig I. erteilt der Bayerisch-württembergischen Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft ein auf vierzig Jahre befristetes Privileg zum Betrieb der Dampfschifffahrt auf der bayerischen Donau.


  • 16.6.1861 (vor 165 Jahren)

    München * Der bürgerliche Lohnkutscher Michael Zechmeister richtet einen privaten, fahrplanmäßigen, schienenungebundenen Stellwagenverkehr ein. Damit möchte der Lohnkutscher, wie er selbst formuliert, „einem längst gefühlten Bedürfnis unserer Residenzstadt“ nachkommen.

    Seine drei sogenannten „Groschenwagen“ verkehren fünfmal täglich auf der Strecke Zentralbahnhof – Marienplatz – Tal – Lilienstraße – Mariahilfplatz. Giesing und Haidhausen - aber auch die anderen Vorstädte - werden nicht angefahren. 

    • Mit seinem Stadtomnibus ermöglicht Michael Zechmeister erstmals den innerstädtischen Transport größerer Personengruppen. Dennoch bleibt die Nachfrage zunächst gering.
    • Ein Grund dafür ist die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit der Pferdeomnibusse, die kaum über der eines Fußgängers liegt. Das Angebot dient daher eher dem Komfort als einer schnelleren Fortbewegung.
    • Hinzu kommen die hohen Fahrpreise: Eine Fahrt kostet sechs Kreuzer und damit etwa doppelt so viel wie ein Brot. Für die ärmeren Bevölkerungsschichten ist der Omnibus deshalb kaum erschwinglich.
    • Die wohlhabende Oberschicht hingegen bevorzugt weiterhin Fiaker oder eigene Kutschen.

    Die erste Betriebszeit des Zechmeister‘schen Omnibus dauert lediglich von 1861 bis 1863. 


  • 16.6.1861 (vor 165 Jahren)

    München-Graggenau * Kronprinz Ludwig II. erlebt Ludwig Schnorr von Carolsfeld in der Titelrolle des Lohengrin.


  • 16.6.1866 (vor 160 Jahren)

    Wien - München - Berlin • Der Deutsche Bund beschließt den Krieg gegen Preußen. 


  • 16.6.1866 (vor 160 Jahren)

    Roseninsel • König Ludwig II. verbringt diese für Bayern schwierigen Tage mit seinem Adjudanten Paul Fürst von Thurn und Taxis auf der Roseninsel im Starnberger See, wo er „zu seiner Zerstreuung Feuerwerke abbrennen ließ und bei künstlichem Mondschein Vergessen suchte“


  • 16.6.1876 (vor 150 Jahren)

    München-Maxvorstadt - Berlin * Baron Adolf Friedrich von Schack informiert den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren Kaiser Wilhelm II., von seiner Absicht, ihm seine Sammlung zu vermachen.


  • 16.6.1903 (vor 123 Jahren)

    Deutsches Reich - Berlin * Bei den Wahlen zum 11. Deutschen Reichstag erringen die Sozialdemokraten 81 Mandate und bilden damit die zweitstärkste Fraktion.


  • 16.6.1915 (vor 111 Jahren)

    München - Berlin * König Ludwig III. teilt Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg mit, er sei „scharf verstimmt“ über die „Flaumacherei und Schlappheit“ der deutschen Außenpolitik. Man soll in Berlin keinesfalls seine Energie und Willenskraft in der Annexionsfrage unterschätzen. 


  • 16.6.1916 (vor 110 Jahren)

    München * Die Nahrungsmittelknappheit treibt die Münchner auf die Straßen. Bei diesen Hungerdemonstrationen kommt es zu Krawallen, da die Behörden unfähig sind, die Lebensmittelversorgung sinnvoll zu organisieren. Die dringend benötigten Nahrungsmittel erreichen häufig die Empfänger nicht, weil durch verzwickte bürokratische Regelungen häufig Brot, Fett und Fleisch oft tagelang kreuz und quer durchs Land gefahren werden - und verderben.

    Jedem Münchner Bürger stehen täglich Nahrungsmittel zu, die einen Nährwert von 1.380,4 Kilokalorien entsprechen. Nach Ansicht des Ärztlichen Beirats der Stadt München für Lebensmittelangelegenheiten ist es „vollständig ausgeschlossen, dass ein gesunder Mensch bei diesen knappen Ernährungsmengen arbeitsfähig bleibt und [...] auf die Dauer eine Schädigung der Gesundheit vermieden wird“


  • 16.6.1917 (vor 109 Jahren)

    Petersburg * Der erste gesamtrussische Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte findet in Petrograd statt. Wladimir I. Lenin unterstreicht den Führungsanspruch seiner Partei. 


  • 16.6.1919 (vor 107 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Bei der ersten Zusammenkunft der Verhandlungsführer fordert die Kommission zur Fürstenabfindung einen Katalog der Wittelsbachischen Gesamtforderungen. 


  • 16.6.1919 (vor 107 Jahren)

    Bamberg * Der Verfassungsausschuss beginnt im Spiegelsaal der Bamberger Harmonie mit seinen Beratungen. In 21 Sitzungen berät er den vorliegenden Verfassungsentwurf bis zum 11. August.


  • 16.6.1937 (vor 89 Jahren)

    UdSSR * Max Levien wird im Zuge der stalinistischen Säuberungsaktionen erschossen. 


  • 16.6.1941 (vor 85 Jahren)

    München-Bogenhausen * Der Jesuitenpater Alfred Delp beginnt seine Tätigkeit als Seelsorger in der Bogenhausener Pfarrei Heilig Blut und als Kirchenrektor an der Sankt-Georgs-Kirche.


  • 16.6.1964 (vor 62 Jahren)

    München-Unterföhring * Das Müllverbrennungs-Kraftwerk München Nord nimmt seinen Betrieb auf.


  • 16.6.1973 (vor 53 Jahren)

    London: Die englische Uraufführung der „Rocky Horror Show“ findet in der Studiobühne für 63 Zuschauer im Royal Court Theatre in London statt. Tim Curry spielt Frank N. Furter und Richard O’Brien ist in der Rolle des Riff-Raff zu sehen.

    Das Stück zieht mehrfach in größere Säle um und erobert schließlich Londons Theaterbezirk im West End, wo es sieben Jahre auf dem Spielplan stehen wird. 


  • 16.6.2003 (vor 23 Jahren)

    München-Graggenau * Stadtrat Siegfried Benker forderte im Namen der Fraktion der GRÜNEN in einem Antrag, sich mit der Kolonalgeschichte in den Münchner Straßennamen und dem Umang mit diesem Erbe verstärkt zu befassen: 

    • Dem Stadtrat wird dargestellt, welche Straßennamen nach Personen, Ereignissen und Orten aus der Geschichte der ehemaligen deutschen Kolonien benannt sind.
    • Dem Stadtrat wird ein Vorschlag unterbreitet, wie mit diesem Kolonialerbe umgegangen werden soll.

    Die Diskussion drehte sich im Vorfeld um die Von-Trotha-Straße, die Von-Gravenreuth-Straße, die Dominikstraße und die Wißmannstraße.


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