
Avignon * Der in Avignon residierende Papst Johannes XXII. spricht den Bannfluch wegen Häresie über König Ludwig den Baiern aus. Er schließt ihn damit aus der Gemeinschaft der Kirche aus, in die Ludwig bis zu seinem Tod nicht wieder aufgenommen werden wird. In der katholischen Kirche gilt er bis heute als exkommuniziert.
Gleichzeitig enthebt ihn der Papst seiner königlichen Rechte und belegt das Reich mit Interdikt, also dem Verbot der Spendung der Sakramente. Der Bannfluch wird Ludwig bis zu seinem Tod verfolgen.
Avignon - Freising * Papst Johannes XXIII. ernennt Konrad V. von Hebenstreit - gegen des Willen des Domkapitels - zum Bischof von Freising.
Versailles - München * Max Emanuel verlässt Versailles und reist nach Baiern zurück.
München * Richard Wagner erstellt ein Konzept für eine Deutsche Musikschule in der er
in den Mittelpunkt der Wissensvermittlung stellt.
München * Da König Ludwig II. kein Verständnis für die Forderungen nach Sanierung des königlichen Haushalts aufbringt und er sich auch sonst als beratungsresistent zeigt, beauftragt der Bayerische Ministerpräsident Freiherr Johann von Lutz den Psychiater und Leiter der Kreisirrenanstalt von München und Oberbayern, Dr. Bernhard von Gudden, mit der Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachtens, das die Geisteskrankheit und Handlungsunfähigkeit des Königs beweisen soll.
Vor der Erteilung des Auftrags muss der Ministerpräsident aber erst die Einwilligung des Hauses Wittelsbach einholen. Und nachdem Ludwigs Bruder Otto wegen seiner Geisteskrankheit als Verhandlungspartner ausscheidet, wendet sich der Regierungschef an dessen Onkel, den Prinzen Luitpold. Dieser gibt nach langem Zögern seine Zustimmung, hätte es aber lieber gesehen, wenn sein Neffe von sich aus abdanken würde.
Mit Reichskanzler Otto von Bismarck wird über das weitere Vorgehen gegen König Ludwig II. Einvernehmen hergestellt, um jede mögliche Intervention und Missbilligung Preußens und des Deutschen Reiches auszuschließen.
München-Au * Auf dem Nockherberg findet die große „Salvator-Schlacht“ statt. Sie entwickelt sich aus einer kleinen Schlägerei.
München-Graggenau * Die orthodoxe Ohel-Jakob-Synagoge an der Herzog-Rudolf-Straße begeht sein 25. Jubiläum.
Berlin * Im Berliner Reichstag wird der Friedensvertrag von Brest-Litowsk ratifiziert.,Bei der vorausgegangenen Abstimmung stimmen
Deutsches Reich * Kaiser Wilhelm II. gibt den Schulkindern für Siegesfeiern schulfrei.
Weimar * Die SPD-Parteikonferenz beschließt die Einführung der Betriebsräte:
Berlin - München-Bogenhausen * Mit dem Ermächtigungsgesetz werden Steuergesetze nicht mehr parlamentarisch beraten.
Berlin * Adolf Hitler stellt in seiner Regierungserklärung fest, dass die Reichsregierung im Christentum die „unerschütterliche Grundlage des Dritten Reiches“ erblicke.
München-Ludwigsvorstadt * Die evangelische Matthäus-Notkirche - Ecke Nußbaum- und Ziemssenstraße vor dem Krankenaus - wird eingeweiht. Das provisorische Gotteshaus ist eine Holzbaracke.
New York * Der George-Harrison-Film „The Concert for Bangla Desh“ wird in New York uraufgeführt.
USA * Während Yoko Ono ihre dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhält, wird John Lennon zum Verlassen der USA innerhalb von 60 Tagen aufgefordert.
München-Ludwigsvorstadt * Der Vorverkauf für die Aufführungen im neu renovierten Deutschen Theater für Januar 2014 beginnt.