Am 23. März geschah

  • 23.3.1324 (vor 702 Jahren)

    Avignon * Der in Avignon residierende Papst Johannes XXII. spricht den Bannfluch wegen Häresie über König Ludwig den Baiern aus. Er schließt ihn damit aus der Gemeinschaft der Kirche aus, in die Ludwig bis zu seinem Tod nicht wieder aufgenommen werden wird. In der katholischen Kirche gilt er bis heute als exkommuniziert.  

    Gleichzeitig enthebt ihn der Papst seiner königlichen Rechte und belegt das Reich mit Interdikt, also dem Verbot der Spendung der Sakramente. Der Bannfluch wird Ludwig bis zu seinem Tod verfolgen.


  • 23.3.1411 (vor 615 Jahren)

    Avignon - Freising * Papst Johannes XXIII. ernennt Konrad V. von Hebenstreit - gegen des Willen des Domkapitels - zum Bischof von Freising. 


  • 23.3.1715 (vor 311 Jahren)

    Versailles - München * Max Emanuel verlässt Versailles und reist nach Baiern zurück.


  • 23.3.1865 (vor 161 Jahren)

    München * Richard Wagner erstellt ein Konzept für eine Deutsche Musikschule in der er

    • die Ausbildung dramatischer Sänger für die Aufführung theatralischer Werke,
    • einen neuen Gesangsstil,
    • dazu opernreformatorische Aspekte und
    • verschiedene darauf aufbauende Ausbildungsinhalte 

    in den Mittelpunkt der Wissensvermittlung stellt. 


  • 23.3.1886 (vor 140 Jahren)

    München * Da König Ludwig II. kein Verständnis für die Forderungen nach Sanierung des königlichen Haushalts aufbringt und er sich auch sonst als beratungsresistent zeigt, beauftragt der Bayerische Ministerpräsident Freiherr Johann von Lutz den Psychiater und Leiter der Kreisirrenanstalt von München und Oberbayern, Dr. Bernhard von Gudden, mit der Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachtens, das die Geisteskrankheit und Handlungsunfähigkeit des Königs beweisen soll.

    Vor der Erteilung des Auftrags muss der Ministerpräsident aber erst die Einwilligung des Hauses Wittelsbach einholen. Und nachdem Ludwigs Bruder Otto wegen seiner Geisteskrankheit als Verhandlungspartner ausscheidet, wendet sich der Regierungschef an dessen Onkel, den Prinzen Luitpold. Dieser gibt nach langem Zögern seine Zustimmung, hätte es aber lieber gesehen, wenn sein Neffe von sich aus abdanken würde.

    Mit Reichskanzler Otto von Bismarck wird über das weitere Vorgehen gegen König Ludwig II. Einvernehmen hergestellt, um jede mögliche Intervention und Missbilligung Preußens und des Deutschen Reiches auszuschließen.


  • 23.3.1888 (vor 138 Jahren)

    München-Au * Auf dem Nockherberg findet die große „Salvator-Schlacht“ statt. Sie entwickelt sich aus einer kleinen Schlägerei.


  • 23.3.1917 (vor 109 Jahren)

    München-Graggenau * Die orthodoxe Ohel-Jakob-Synagoge an der Herzog-Rudolf-Straße begeht sein 25. Jubiläum. 


  • 23.3.1918 (vor 108 Jahren)

    Berlin * Im Berliner Reichstag wird der Friedensvertrag von Brest-Litowsk ratifiziert.,Bei der vorausgegangenen Abstimmung stimmen

    • die Abgeordneten der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - USPD dagegen,
    • die der Sozialdemokratische Partei Deutschlands - SPD enthalten sich der Stimme. 

  • 23.3.1918 (vor 108 Jahren)

    Deutsches Reich * Kaiser Wilhelm II. gibt den Schulkindern für Siegesfeiern schulfrei. 


  • 23.3.1919 (vor 107 Jahren)

    Weimar * Die SPD-Parteikonferenz beschließt die Einführung der Betriebsräte:

    • „Zur Mitwirkung an Sozialisierungsmaßnahmen, zur Kontrolle sozialistischer Betriebe, zur Überwachung der Gütererzeugung und Verteilung im gesamten Wirtschaftsleben sind gesetzlich geordnete Arbeitervertretungen zu schaffen.
    • In dem zu diesem Zweck schleunigst zu schaffenden Gesetz sind Bestimmungen zu treffen über die Wahl und Aufgaben von Betriebs-, Arbeiter- und Angestelltenräten, die bei der Regelung der allgemeinen Arbeitsverhältnisse gleichberechtigt mitzuwirken haben.
    • Es sind weiter Bezirksarbeiterräte und ein Reichsarbeiterrat vorzusehen, die vor dem Erlass wirtschaftlicher und sozialpolitischer Gesetze ebenso wie die Vertretungen aller übrigen schaffenden Stände gutachtlich zu hören sind und selbst Anträge auf Erlass solcher Gesetze stellen können.
    • Die entsprechenden Bestimmungen sind in der Verfassung der deutschen Republik festzulegen.“ 

  • 23.3.1933 (vor 93 Jahren)

    Berlin - München-Bogenhausen * Mit dem Ermächtigungsgesetz werden Steuergesetze nicht mehr parlamentarisch beraten. 


  • 23.3.1933 (vor 93 Jahren)

    Berlin * Adolf Hitler stellt in seiner Regierungserklärung fest, dass die Reichsregierung im Christentum die „unerschütterliche Grundlage des Dritten Reiches“ erblicke. 


  • 23.3.1947 (vor 79 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Die evangelische Matthäus-Notkirche - Ecke Nußbaum- und Ziemssenstraße vor dem Krankenaus - wird eingeweiht. Das provisorische Gotteshaus ist eine Holzbaracke. 


  • 23.3.1972 (vor 54 Jahren)

    New York * Der George-Harrison-Film „The Concert for Bangla Desh“ wird in New York uraufgeführt. 


  • 23.3.1973 (vor 53 Jahren)

    USA * Während Yoko Ono ihre dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhält, wird John Lennon zum Verlassen der USA innerhalb von 60 Tagen aufgefordert. 


  • 23.3.2013 (vor 13 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Der Vorverkauf für die Aufführungen im neu renovierten Deutschen Theater für Januar 2014 beginnt.


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