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Wir für unsRFoto: Robert Allmeier


„Der sicherste Beweis dafür, dass Baiern das irdische Paradies Deutschlands ist, liegt in der Tatsache, dass diese Provinz [...] bisher imstande gewesen ist, eine Regierung zu ertragen, die allgemein als die schlechteste aller schlechten Regierungen Europas anerkannt ist“

Freiherr Maximilian Joseph von Montgelas, 1796.


1126

Graf Hugo von der Champagne tritt dem „Templer-Ritterorden“ bei - und damit beginnen die „Schenkungen“ zu strömen.

1226

Die Ordensgemeinschaft der „Einsiedlerbrüder vom Berge Karmel“ erhält ihre päpstliche Bestätigung.

Mit dem Vordringen der Muslime gehen viele Eremitenmönche im 13. Jahrhundert nach Zypern, Sizilien, Südfrankreich und England. Dort wenden sie sich einer mehr weltzugewandten Richtung zu, sodass Papst Innozenz IV. die „Karmeliter“ unter die Bettelorden eingereiht und ihnen so die Möglichkeit der Niederlassung in den Städten gibt.

Januar 1326
Ludwig „der Baier“ bietet Papst Johannes XXII. einen Amtsverzicht an

König Ludwig „der Baier“ bietet Papst Johannes XXII. einen Amtsverzicht zugunsten seines Vetters „Friedrich „dem Schönen“ an.

Doch der Papst geht auf das Angebot nicht ein.

1526

Im Jahr 1526 wird von den Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. im wiedervereinigten Baiern erneut eine „Ordnung der Klaider“ mit dem Untertitel „Von Überflißigkeit der Klaider“ erlassen.
Diese mit den „Landständen“ abgestimmte „Bekleidungsvorschrift“ ist sehr umfangreich und ausführlich.
Sie teilt die baierische Bevölkerung in 17 Gruppen ein, was jedoch keine rangmäßige Einstufung bedeutet.
So bilden die Frauen und Töchter des „Adels“, der „Patrizier-Geschlechter“, der „Kaufleute und reichen Bürger“ sowie der „Handwerksmeister“ jeweils eine eigene Gruppe.
Die dem „Hofgesindt“ zugerechneten oberen Beamten wie die „fürstlichen Räte“ und die „nicht-adeligen Sekretäre“ sind mit den „Patrizier-Bürgergeschlechtern“ gleichgestellt.
Der ebenfalls zum „Hofgesindt“ gehörende höhere Beamtenstand, wozu die „fürstlichen Pfleger, Richter, Kastner, Mautner, Zöllner, Ungelter, Forstmeister, oberste Jäger, Futterschreiber, Küchenschreiber“ und „Mundköche“ gehören, sind kleidungstechnisch im selben Rang wie die „Kaufleute und die reichen Bürger“.
Der „gemeine Bürger“ ist dem „Handwerksgesellen“ und der „Tagelöhner“ dem „Bauern“ gleichgestellt.
Das ergibt insgesamt acht „Standesgruppen“.

26. Juni 1626
Kurfürst Maximilian I. erlässt eine „Kleiderordnung“

Kurfürst Maximilian I. erlässt eine „Kleiderordnung“.

Sie teilt die Bevölkerung in sieben „Gesellschaftsgruppen“ ein.

1726
In München gibt es sieben „Kaffeehäuser“

In München gibt es sieben „Kaffeehäuser“.
Davon sind drei bürgerlich: André Bellini, Rossignol und Bernath.
Vier stehen unter „Hofschutz“. Das sind Claudi Surat, Johann Koller, Tibo und Maria Schönwein. 

1826

Auf Veranlassung von König Ludwig I. werden in den „königlichen Hofgärten“ Maulbeerbäume zur Züchtung der „Seidenraupen“ angezogen und später im ganzen Land verteilt. Bis zum Jahr 1836 sollen „im Königreiche wenigstens vier Millionen Stück stehen“. Die Verwaltung der Landeshauptstadt München beschließt daraufhin die Gründung der ersten „städtischen Baumschulen“ im Garten der „Landwirtschaftsschule“ an der Luisenstraße und auf der „Kalkofeninsel“, in denen rund zehntausend Maulbeerbäume aus Samen herangezogen werden, die drei bis vier Jahre später eine für die „Raupenzucht“ geeignete Größe erreicht haben.

September 1926

Nach wenigen Monaten muss Johann Reichhart seine Wirtschaft am Mariahilfplatz 1 wieder aufgeben. Sobald seine Gäste von seiner Nebentätigkeit als „Scharfrichter“ erfahren, verlassen sie entsetzt das Lokal. „Zu Dir kann man nicht mehr kommen. An jedem Bierglas, das Du in der Hand hältst, klebt Blut“.

Seine Ehefrau hat ihn verlassen und seinen Kindern schreien die Mitschüler nach: „Dein Vater is a Kopfabschneider, Kopfabschneider!“

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