
RFoto: Robert Allmeier
Freiherr Maximilian Joseph von Montgelas, 1796.
Graf Hugo von der Champagne tritt dem „Templer-Ritterorden“ bei - und damit beginnen die „Schenkungen“ zu strömen.
Die Ordensgemeinschaft der „Einsiedlerbrüder vom Berge Karmel“ erhält ihre päpstliche Bestätigung.
Mit dem Vordringen der Muslime gehen viele Eremitenmönche im 13. Jahrhundert nach Zypern, Sizilien, Südfrankreich und England. Dort wenden sie sich einer mehr weltzugewandten Richtung zu, sodass Papst Innozenz IV. die „Karmeliter“ unter die Bettelorden eingereiht und ihnen so die Möglichkeit der Niederlassung in den Städten gibt.
König Ludwig „der Baier“ bietet Papst Johannes XXII. einen Amtsverzicht zugunsten seines Vetters „Friedrich „dem Schönen“ an.
Doch der Papst geht auf das Angebot nicht ein.
Im Jahr 1526 wird von den Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. im wiedervereinigten Baiern erneut eine „Ordnung der Klaider“ mit dem Untertitel „Von Überflißigkeit der Klaider“ erlassen.
Diese mit den „Landständen“ abgestimmte „Bekleidungsvorschrift“ ist sehr umfangreich und ausführlich.
Sie teilt die baierische Bevölkerung in 17 Gruppen ein, was jedoch keine rangmäßige Einstufung bedeutet.
So bilden die Frauen und Töchter des „Adels“, der „Patrizier-Geschlechter“, der „Kaufleute und reichen Bürger“ sowie der „Handwerksmeister“ jeweils eine eigene Gruppe.
Die dem „Hofgesindt“ zugerechneten oberen Beamten wie die „fürstlichen Räte“ und die „nicht-adeligen Sekretäre“ sind mit den „Patrizier-Bürgergeschlechtern“ gleichgestellt.
Der ebenfalls zum „Hofgesindt“ gehörende höhere Beamtenstand, wozu die „fürstlichen Pfleger, Richter, Kastner, Mautner, Zöllner, Ungelter, Forstmeister, oberste Jäger, Futterschreiber, Küchenschreiber“ und „Mundköche“ gehören, sind kleidungstechnisch im selben Rang wie die „Kaufleute und die reichen Bürger“.
Der „gemeine Bürger“ ist dem „Handwerksgesellen“ und der „Tagelöhner“ dem „Bauern“ gleichgestellt.
Das ergibt insgesamt acht „Standesgruppen“.
Kurfürst Maximilian I. unterzeichnet den „Stiftungsbrief für die Pfarrei Neudeck“.
Der aus dem Pustertal stammende Bildschnitzer Simon Troger heiratet die kurfürstliche Carbinerstochter Maria Clara Saffran (Saffren) von München.
Auf Veranlassung von König Ludwig I. werden in den „königlichen Hofgärten“ Maulbeerbäume zur Züchtung der „Seidenraupen“ angezogen und später im ganzen Land verteilt. Bis zum Jahr 1836 sollen „im Königreiche wenigstens vier Millionen Stück stehen“. Die Verwaltung der Landeshauptstadt München beschließt daraufhin die Gründung der ersten „städtischen Baumschulen“ im Garten der „Landwirtschaftsschule“ an der Luisenstraße und auf der „Kalkofeninsel“, in denen rund zehntausend Maulbeerbäume aus Samen herangezogen werden, die drei bis vier Jahre später eine für die „Raupenzucht“ geeignete Größe erreicht haben.
Die Stadtverwaltung erwirbt erneut Privatgrundstücke auf der „Theresienwiese“ und weitet damit den Münchner „Burgfrieden“ auf das Gebiet der Nachbargemeinde Untersendling aus.