Kurt Eisners Vorstellungen für eine künftige Regierung
<p><em><strong>München-Kreuzviertel</strong></em> * Das Kabinett-Eisner beschließt, dass die Regierung ihre Ämter zur Verfügung stellt, sich aber bereit erklärt, die Geschäfte fortzuführen bis zur Wahl einer neuen Regierung. Für Kurt Eisner gibt es nur zwei Optionen:</p>
<ul>
<li>Eine sozialistische Regierung unter Zuziehung des Bauernbundes, die auf eine starke Minderheit gestützt ist, oder</li>
<li>die gemeinsame Opposition der beiden sozialistischen Parteien gegen ein rein bürgerliches Kabinett.</li>
<li>Er ist schon deshalb gegen eine Koalition mit der klerikalen Bayerischen Volkspartei - BVP, weil sozialistische Kulturpolitik nur gegen diese Partei zu machen sei.</li>
<li>Den gleichen Standpunkt vertritt er in Bezug auf die Regierungsbildung in der Nationalversammlung des Reiches. </li>
</ul>
<p>Er findet für seine politische Auffassung aber nur wenig Zustimmung.</p>
<p>In Bayern will er seine Opposition auf die kraftvolle Mitarbeit der Arbeiterräte stützen, deren weitere Wirksamkeit durch die Verfassung gesichert werden soll. </p>
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Straße: 0
Stadtteil: 0
Personen: Eisner Kurt Ministerpräsident
Suchbegriffe: Kabinett Eisner, Regierung, USPD, SPD, BBB, Opposition, Bürgerliches Kabinett, BVP, Kulturpolitik, Nationalversammlung, Deutsches Reich, Arbeiterrat, Verfassung
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