Eine durch nichts zu rechtfertigende Mordaktion
<p><em><strong>München-Isarvorstadt</strong></em> * Fakt ist, die Mordaktion im Luitpold-Gymnasium ist durch nichts zu rechtfertigen. Fakt ist aber auch, dass sie die einzige ist, die in diesen Tagen von Anhängern der Räterepublik verübt wird. Dennoch ist der <em>„Geiselmord im Luitpold-Gymnasium“</em> bis heute fester Bestandteil jeder Erzählung über die Münchner Räterepublik.</p>
<p>Der Begriff <em>„Geiselmord“</em> für die Bluttat im Luitpold-Gymnasium ist irreführend, da es sich bei den Opfern um Gefangene handelt. Die Thule-Leute hatten im Hotel Vier Jahreszeiten eine Widerstandszelle eingerichtet. Dort wurden Ausweise der Räterepublik gefälscht, mit denen Freiwillige München verlassen konnten, um sich den Regierungstruppen anzuschließen. Wer sich aber unter den Bedingungen eines Bürgerkrieges auf derartige Aktivitäten einlässt, muss wissen, dass er mit seinem Leben spielt.</p>
<p>In der Geschichtsschreibung herrscht die Auffassung, dass der sogenannte <em>„Geiselmord von München“</em> die Welle der blutigen Racheaktionen bei den Regierungstruppen ausgelöst hat. Eine andere These besagt, dass die routinemäßige Tötung von Zivilisten und die für ihre Hinrichtung angegebenen Gründe schon zuvor zum Repertoire der Regierungstruppen gehörte.</p>
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Suchbegriffe: Räterepublik, Rote Armee, Diktatur der Roten Armee, Luitpold-Gymnasium, Thule-Gesellschaft, Hinrichtung, Mordaktion, Geiselmord, Gefangene, Hotel Vier Jahreszeiten, Widerstandszelle, Freiwillige, Regierungstruppen, Bürgerkrieg, Racheaktion, Ziviliste
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