Fakten - 20. April 1919

Mit erhobenem Haupte untergehen

<p><em><strong>München</strong></em> * Eugen Leviné erkennt, dass es für die bedrängte Räterepublik keine Unterstützung von außen geben wird. Doch wenn die Revolution untergehen soll, dann - so seine Auffassung - mit erhobenem Haupt:</p> <p><em>„Es ist ein Irrtum zu glauben, dass kleinmütige Unterwerfung ein besserer Weg sei, um Blutvergießen zu vermeiden oder zu verhindern. Im Gegenteil: Nur wenn die Weißen Garden eine kühn entschlossene Armee vor sich haben und merken, dass der Kampf auch in ihren Reihen Opfer fordern wird, werden sie bereit sein, Konzessionen zu machen. […] </em></p> <p><em>Die Weiße Armee wird auf jeden Fall einen Vorwand für ein Blutbad finden. […] Ist Arbeiterblut so billig, dass man es zur Genugtuung von neugebackenen Pazifisten wehrlos vergießen darf?“</em>.</p> <p>Leviné argumentiert damit gegen Ernst Toller und Gustav Klingelhöfer, die mit der Regierung Hoffmann verhandeln wollen.&nbsp;Doch auch der KPD-Parteiführer in Berlin, Paul Levi, befürwortet eine bedingungslose Kapitulation, um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden.&nbsp;</p>

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Personen: Leviné Eugen KPD, Toller Ernst USPD, Klingelhöfer Gustav, Levi Paul KPD-Führer

Suchbegriffe: Räterepublik, Zweite Räterepublik, Kommunistische Räterepublik, Revolution, Blutvergießen, Weiße Garde, Blutbad, Pazifisten, Regierung Hoffmann, KPD, Berlin, bedingungslose Kapitulation

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