Fakten - 10. Juni 1938

Die Cenovis-Werke geraten unter zunehmenden politischen Druck

München * Die Industrie- und Handelskammer München fordert von den Cenovis-Werken, ihre Eigentümerstruktur bis zum 31. Juli 1938 entsprechend den Vorgaben des Reichswirtschaftsministeriums zu ändern. Andernfalls droht die Streichung aus dem Verzeichnis der als nichtjüdisch eingestuften Betriebe. Gleichzeitig verlangt die Hauptvereinigung der deutschen Brauwirtschaft den Nachweis, dass das Unternehmen als „arisch“ gelte.

Bis zur Klärung dieser Frage verweigert der Branchenverband die Einlösung von Malzabholscheinen der Cenovis-Werke. Die Maßnahmen verdeutlichen den wachsenden wirtschaftlichen und politischen Druck, dem Unternehmen mit jüdischen Eigentümern im nationalsozialistischen Deutschland ausgesetzt sind.


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Straße: Rosenheimer Straße 0

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Suchbegriffe: IHK München, Cenovis, Reichswirtschaftsministerium, Nichtjüdische Betriebe, Brauwirtschaft, Gauwirtschaftsberater, Arisierung, Antisemitismus, Brauwirtschaftsverband, Malzabholscheine

Koordinaten: 48.130200, 11.590930