Fakten - 10. April 1096

Die Kreuzfahrer drohen den Juden mit einem Massaker

<p><strong><em>Trier</em></strong> * In Trier gestaltet sich das Zusammenleben der Juden&nbsp;und der Christen&nbsp;bislang weitgehend friedlich.</p> <ul> <li>Doch jetzt drohen die Kreuzfahrer&nbsp;den Juden&nbsp;mit einem Massaker, wenn sie nicht auf ihre Geldforderungen eingehen.&nbsp;In ihrer Todesangst geben ihnen die Juden&nbsp;alles, was sie haben.</li> <li>Daraufhin ziehen die Kreuzfahrer&nbsp;weiter, doch kommt dann der zweite Trupp und verlangt ebenfalls Geld und Wertsachen.&nbsp;Die Juden&nbsp;kratzen den Rest zusammen und geben es hin.</li> <li>Der Trupp zieht ab und schon bald kommen die nächsten Kreuzfahrer-Kontingente, die zum Teil auch mit Bürgern&nbsp;der Städte und den Landbewohnern&nbsp;gemeinsame Sache machen.&nbsp;Nun haben die Juden&nbsp;nichts mehr, weshalb fundamentalistische Geistliche in den Reihen der Kreuzfahrer&nbsp;die Losung ausgeben:&nbsp;<em>„Wer einen Juden erschlägt, dem werden seine Sünden vergeben“</em>.</li> </ul> <p>Berufen können sie sich auf den Abt des Klosters, aus dem auch Papst Urban II. stammt, Pierre de Cluny.&nbsp;Sein Leitspruch lautet:&nbsp;<br /> <em>„Es ist sinnlos die Feinde unseres Christenglaubens in der Fremde zu bekämpfen, wenn diese Juden, die schlimmer als die Muslims sind, in unseren Städten ungestraft unseren Herrn Jesus Christ beleidigen dürfen.“&nbsp;</em></p> <p>Insgesamt kommen anlässlich des Ersten Kreuzzuges&nbsp;mindestens 2.500 Angehörige der deutschen Judengemeinden&nbsp;ums Leben.&nbsp;Nur wer sich nach christlichem Ritus taufen&nbsp;lässt, kann sein Leben retten.&nbsp;Viele Juden&nbsp;ziehen allerdings der Zwangstaufe&nbsp;den Freitod&nbsp;vor.</p>

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Personen: Cluny Pierre de Abt, Urban II. Papst

Suchbegriffe: Templer, Kreuzzug, Trier, Juden, Christen, Kreuzfahrer, Massaker, Zwangstaufe, Freitod

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