Fakten - 20. März 1619

König Ferdinand will in Prag die Regierung antreten

<p><strong><em>Wien</em></strong> * Matthias, der Kaiser des <em>Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation</em>,&nbsp;stirbt in Wien.&nbsp;Umgehend, als sei nichts gewesen, teilt König Ferdinand den <em>Böhmischen Ständen</em>&nbsp;in Prag mit, dass er gewillt sei, jetzt die Regierung anzutreten.&nbsp;Im gleichen Brief bestätigt er den <em>böhmischen Landständen</em>&nbsp;alle bisherigen Privilegien und Freiheiten.</p> <p>Doch die Böhmen glauben die Zusagen des Habsburgers nicht mehr und akzeptieren unter den gegebenen Umständen den als <em>Gegenreformatoren&nbsp;</em>bekannten <em>Erzherzog</em>&nbsp;nicht mehr als ihren König.&nbsp;Als Alternative schlagen sie Jan Smirický, einen schwerreichen böhmischen Adeligen zur Wahl vor.&nbsp;Das ist - in dieser stockaristokratischen Welt - nun wirklich <em>„revolutionär“</em>.</p>

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Personen: Ferdinand Kaiser, Matthias Kaiser, Smiricky Jan

Suchbegriffe: Dreißigjähriger Krieg, Prag, Landstände, Gegenreformation, Böhmen

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