Fakten - 13. März 1920

Der Kapp-Putsch führt zum Rücktritt der bayerischen Regierung

<p><strong><em>Berlin</em></strong> * In Berlin findet der rechtsradikale Kapp-Putsch&nbsp;statt.&nbsp;Parallel dazu fordern in München der Regierungspräsident von Oberbayern&nbsp;Gustav von Kahr, Polizeipräsident&nbsp;Ernst Pöhner und Wehrkreiskommandant&nbsp;Arnold von Möhl den von der SPD&nbsp;gestellten bayerischen Ministerpräsidenten&nbsp;Johannes Hoffmann zum Rücktritt auf.&nbsp;</p> <p>Was in Berlin scheitert, gelingt in München.&nbsp;Gustav Ritter von Kahr bildet - unter Beteiligung der Bayerischen Volkspartei - BVP&nbsp;- eine rechtskonservative Regierung, die alle rechtsextremen Gruppierungen sowie militanten Verbände fördert und schützt.&nbsp;</p> <p>Ministerpräsident&nbsp;wird Gustav von Kahr, der&nbsp;zu dieser Zeit auch Adolf Hitler kennenlernt und&nbsp;den er als <em>„Trommler“</em> für die nationale Sache&nbsp;einspannen will, um mit seiner Hilfe den Kommunismus&nbsp;und den Marxismus&nbsp;abzuwehren und um die <em>„gestörte Ordnung“</em> in Deutschland wieder ins rechte Lot zu bringen.&nbsp;</p> <p>Die rechtsradikalen Verbände können umgekehrt von Bayern aus ihren ideellen Boden vorbereiten.<br /> Gustav von Kahr ist die Integrationsfigur all jener Kräfte in Bayern, die durch einen Staatsstreich&nbsp;die parlamentarische Demokratie&nbsp;abschaffen und die staatliche Unabhängigkeit Bayerns&nbsp;von Berlin vorbereiten wollen.</p>

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Personen: Kahr Gustav von, Pöhner Ernst, Möhl Arnold Ritter von General, Hoffmann Johannes, Hitler Adolf

Suchbegriffe: Kapp-Putsch, Ordnungszelle Bayern

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