Fakten - November 1883

Die Bedeutung des Isarquaies für München

<p><strong><em>München-Lehel</em></strong> * Ein Artikel in den <em>„Münchner Neuesten Nachrichten“</em> befasst sich mit der Bedeutung des Isarquaies für München. Der Verfasser betont darin die städtebaulich <em>„unvergleichlich günstige Lage des Mariannenplatzes“</em>, der sogar als Bauplatz für den Justizpalast&nbsp;in Erwägung gezogen worden ist.</p> <ul> <li>Der evangelischen Kirchenverwaltung erscheint der Bauplatz als sehr teuer, weshalb sie noch das Gelände der <em>„I. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung“</em> am Isartorplatz ins Gespräch bringt.</li> <li>Die Lokalbaukommission&nbsp;schlägt ihrerseits noch Standorte auf der südlichen&nbsp;beziehungsweise nördlichen Kohleninsel&nbsp;vor. &nbsp;Schließlich einigt man sich doch auf den Mariannenplatz als Standort für die Lukaskirche. &nbsp;</li> </ul> <p>Das Gotteshaus sollte eigentlich die protestantische Kirche für den Münchner Osten werden, doch bereits 1889 wurde am Preysingplatz in Haidhausen die Johanneskirche&nbsp;als evangelische Notkirche&nbsp;erbaut.<br /> Nun haben die Protestanten auch ihren Sammelpunkt jenseits der Isar. Doch das war bestimmt kein Zufall, denn der Architekt beider Kirchen ist Albert Schmidt, der gleichzeitig - heute kaum vorstellbar - den acht Mitgliedern der protestantischen Kirchenverwaltung&nbsp;in München angehörte.&nbsp;</p> <p><em>„Der soziale Status der protestantischen Gemeindemitglieder lag deutlich über dem Durchschnitt. Viele gehörten der geistigen und finanziellen Oberschicht an“</em>, weshalb die Gruppierung sehr selbstbewusst auftrat, was im fundamental katholischen Bayern ganz bestimmt auch nötig war [und ist?].&nbsp;</p>

Ort:

Straße: 0

Stadtteil: 0

Personen: Schmidt Albert

Suchbegriffe: Protestanten, Mariannenplatz, Lukaskirche, Justizpalast, I. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung, Isartorplatz, Johanneskirche, Notkirche

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