Fakten - 12. Februar 1817

Der Kampf ums Augustiner Christkindl

<p><strong><em>München-Kreuzviertel</em></strong> * Mitglieder der Marianischen Männerkongregation&nbsp;bitten Kronprinzen Ludwig I. in einem Brief, ihnen <em>„den ehemaligen Gnadenschatz der hiesigen Augustinerkirche, nämlich das im Wachs wirklich schön und künstlich bousirte Jesukind“</em> zu überlassen. Als Entscheidungshilfe fügen sie hinzu, dass die Kongregation, sollte ihre Bitte Gehör finden, <em>„dem hiesigen Armen-Fonde die baare Summe von Eintausend Gulden als Geschenk überreichen“</em> werde.</p> <p>Gegen diese berechnende Wohltätigkeit der finanzkräftigen Marien­verehrer können die sechs ehemaligen Elisabethinerinnen, in deren Besitz &nbsp;sich das Augustiner Christkindl&nbsp;befindet, nichts entgegensetzen.&nbsp;Obwohl sie in Bittschriften an König Max I. Joseph verbissen um das Kindl kämpfen, stehen sie bei diesem Angebot auf verlorenem Posten.&nbsp;</p>

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Personen: Ludwig I. König

Suchbegriffe: Jesuiten, Bürgersaalkirche, Marianische Männerkongregation, Augustiner-Christkindl, Elisabethinerinnen

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