Faulhaber erklärt sich als nicht zuständig für die Juden
<p><strong><em>München-Kreuzviertel</em></strong> * In seinem Antwortschreiben an den Geistlichen Dr. Alois Wurm erklärt sich Kardinal Michael von Faulhaber gleich im ersten Satz als nicht zuständig, sich für Juden einzusetzen und fordert im Gegenzug Dr. Wurm zum Handeln auf. </p>
<p>Natürlich findet auch er, dass <em>„dieses Vorgehen gegen die Juden [...] derart unchristlich [ist], daß jeder Christ, nicht bloß jeder Priester, dagegen auftreten müsste“</em>. </p>
<p>Aus Faulhabers Sicht bestehen aber für die <em>„kirchlichen Oberbehörden [...] weit wichtigere Gegenwartsfragen; denn Schule, der Weiterbestand der katholischen Vereine, Sterilisierung sind für das Christentum in unserer Heimat noch wichtiger, zumal man annehmen darf, und zum Teil schon erlebte, daß die Juden sich selber helfen können, daß wir also keinen Grund haben, der Regierung einen Grund zu geben, um die Judenhetze in eine Jesuitenhetze umzubiegen. </em></p>
<p><em>Ich bekomme von verschiedenen Seiten die Anfrage, warum die Kirche nichts gegen die Judenverfolgung tue. Ich bin darüber befremdet; denn bei einer Hetze gegen die Katholiken oder gegen den Bischof hat kein Mensch gefragt, was man gegen diese Hetze tun könne.<br />
Das ist und bleibt das Geheimnis der Passion“</em>. </p>
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Personen: Wurm Alois Dr. Geistlicher, Faulhaber Michael von Kardinal
Suchbegriffe: Judenboykott
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