Fakten - 1. April 1919

Die wöchentliche Fleischration wird herabgesetzt

<p><em><strong>München</strong></em> * Die bayerische Landeshauptstadt liegt unter einer Schneedecke von 40 Zentimetern.</p> <ul> <li>Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei über 30.000,</li> <li>die Kohlenvorräte sind aufgebraucht,</li> <li>die Energiezufuhr stockt,</li> <li>der Preis für einen Trambahn-Fahrschein wird von 15 auf 20 Pfennige erhöht,</li> <li>die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch ist nicht mehr gewährleistet, weil sich immer mehr Bauern weigern, in die von Unruhe erfüllte Stadt zu fahren.</li> <li>Die wöchentliche Fleischration wird von 300 Gramm auf 250 Gramm herabgesetzt. Schwerstarbeiter erhalten auch weiterhin eine Zulage von 120 Gramm Wurst.</li> <li>Was blüht ist der Schwarzmarkt. Die Waren gibt‘s dort im Überfluss, aber halt zu entsprechend hohen Preisen.</li> </ul> <p>Der neu ernannte Staatskommissar für Ernährungswesen, Johann Wutzelhofer vom Bayerischen Bauernbund- BBB, stellt sein Programm vor.&nbsp;</p>

Ort:

Straße: 0

Stadtteil: 0

Personen: Wutzelhofer Johann Bauernbund

Suchbegriffe: Fleischration, Schwerstarbeiter, Bayerischer Bauernbund - BBB, Arbeitslose, Kohlenvorrat, Energiezufuhr, Trambahn-Fahrschein, Nahrungsmittel

Koordinaten: ,