Fakten - 21. Dezember 1926

Einstweilige Verfügung gegen das Valentin-Bühnenstück „Im Senderaum“

<p><em><strong>München</strong></em> * Theaterdirektor Hermann Haller, der im Berliner Admiralspalast&nbsp;seine bekannte <em>„Haller Revue“</em> aufführt, erwirkt am Landgericht München I&nbsp;eine einstweilige Verfügung gegen das Valentin-Karlstadt-Bühnenstück <em>„Im Senderaum“</em>.&nbsp;</p> <p>Es geht dabei um Plagiatsvorwürfe gegen Karl Valentin, wobei nicht der Münchner Komiker, sondern der Leiter des&nbsp;Deutschen Theatern, Hans Gruß, der das Valentin-Bühnenstück&nbsp;<em>„Im Senderaum“</em>&nbsp;aufgeführt hat, im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht.&nbsp;</p> <p>Hermann Haller behauptet in seiner Anklageschrift, dass Karl Valentin sein später entstandenes Bühnenstück&nbsp;<em>„Im Rundfunksenderaum“</em>&nbsp;aus dem Sketch&nbsp;<em>„Hinter den Kulissen des Rundfunks“</em>&nbsp;von Roland Jeans aus Hermann Hellers Revue&nbsp;<em>„An und Aus“</em>&nbsp;geklaut hätte. Der Kläger verlangt die&nbsp;</p> <ul> <li>Unterlassung der weiteren Karl-Valentin-Aufführungen,&nbsp;</li> <li>Rechnungslegung über die aus den bisherigen Aufführungen erzielten Einnahmen&nbsp;</li> <li>und natürlich&nbsp;Schadensersatz.</li> </ul>

Ort:

Straße: 0

Stadtteil: 0

Personen: Valentin Karl, Haller Hermann, Gruß Hans, Jeans Roland

Suchbegriffe: Urheberrecht, Plagiat, Bühnenstück: Im Senderaum, Admiralspalast Berlin, Berlin, Haller-Revue, Landgericht München I, Deutsches Theater

Koordinaten: ,