Fakten - 11. April 1919

Gustav Landauer führt Sozialreformen im Bildungsbereich durch

<p><em><strong>München</strong></em> * Gustav Landauer, der Volksbeauftragte für Volksaufklärung, führt in der kurzen Zeit der (sozialistischen) Räterepublik Baiern einige Sozialreformen im Bildungsbereich ein.&nbsp;Nachdem das Erziehungswesen durch die Regierung Eisner auf eine staatliche Grundlage gestellt worden war, führt Landauer folgende Neuerungen ein:</p> <ul> <li>Die Einheitsschule für alle Schüler vom 7. bis zum 13. Lebensjahr,</li> <li>die Handwerksschulen für die praktische Ausbildung,</li> <li>die Mittelschulen für die weiterführende geistige Ausbildung.</li> <li>Die Abschaffung der Prügelstrafe,</li> <li>die Aufhebung des Zölibats für Lehrerinnen und</li> <li>die Wahl von Schulräten, in die Lehrer, Eltern und Schüler gewählt werden.</li> <li>Die Kirche spielt in diesem Erziehungskonzept keine Rolle mehr.</li> <li>Ein neues Hochschulprogramm für die zweitgrößte deutsche Universität in München wird entwickelt.</li> <li>Der Lehrkörper und die Studenten sollen auf rechtsextremistische Aktivitäten überprüft werden.&nbsp;</li> </ul>

Ort:

Straße: 0

Stadtteil: 0

Personen: Landauer Gustav Volksbeauftragter

Suchbegriffe: Räterepublik Baiern, Räterepublik, Volksbeauftragter für Volksaufklärung, Prügelstrafe, Zölibat für Lehrerinnen, Schulsystem, Einheitsschule, Handwerksschule, Mittelschule, Kirche, Hochschulprogramm, Universität, Schulräte, Lehrkörper, Studenten, Rec

Koordinaten: ,