Fakten - 2. Februar 1955

Wir sind die Cowboys von der Nockher-Ranch

<p><strong><em>München-Au</em></strong> * Der Cowboy Club München Süd&nbsp;bittet um Baugenehmigung für ein Behelfsclubheim.&nbsp;Auf dem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Grundstück von Frau Ida Krone, <em>„da dadurch das bisher durch Lausbubenstücke und von lichtscheuen Elementen heimgesuchte Gelände unter schärfere Kontrolle fällt und der Rasen und Baumbestand gepflegt wird.&nbsp;</em><em>Korrektes und ruhiges Verhalten wird die Nachbarschaft nicht belästigen“</em>. In einer Ranch&nbsp;will der Verein einen Clubraum, einen Museumsraum&nbsp;für die wertvolle Sammlung und einen Bibliotheksraum&nbsp;verwirklichen.</p> <p>Die Cirkus-Krone-Verwaltung&nbsp;genehmigt dem Cowboy-Club&nbsp;die Grundstücksnutzung für seine sportlichen und ideellen Zwecke, bis zum beabsichtigten Verkauf des Areals.&nbsp;Seither beherrschen Winnetou und Old Shatterhand den ehemaligen Schmederer-Garten. Eine alte Wehrmachtsbaracke&nbsp;wird mit Hilfe der Pschorrbrauerei&nbsp;und hoher Eigenleistung zur Ranch&nbsp;umgebaut.&nbsp;<em>„Jeden Samstag und Sonntag sind 15 bis 20 Mann ganztägig da.&nbsp;Rund 2.000 Arbeitsstunden werden freiwillig und gern von den Clubmitgliedern geleistet.“</em>&nbsp;</p> <p>In der Ranch&nbsp;befindet sich der kostbarste Besitz des C.C.M.S., das Indianermuseum. In ihm ist alles Zubehör und Kleidung zu finden, die einen Indianer ausmachen.&nbsp;Köcher aus Büffelleder, Federhauben, Friedens-Pfeifen, Brautmokassins, mit perlenbestickten, bunten Schuhsohlen, sowie Kriegsbeilen, wie sie wirklich waren: schlicht und einfach. In einem eigenen lateinamerikanischen Glaskasten befindet sich ein Schrumpfkopf.&nbsp;</p>

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Suchbegriffe: Cowboy Club München 1913, Cowboy Club München Süd, Clubheim, Schmederer-Garten, Schmederer-Villa, Ranch, Nockher-Ranch, Zirkus Krone, Wehrmachtsbaracke, Indianermuseum, Friedenspfeife, Schrumpfkopf

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