Fakten 1754



1754

Die Wildnis in der Falkenau wird ausgerottet

Au - Untergiesing * Die ganze Falkenau wird als Rittersitz des kurfürstlichen Rats Josef Anton von Kern bezeichnet. Damit verbunden ist die Erlaubnis, die ganze Wildnis auszurotten.

14. Januar 1754

Eine Probe aufs Klima für Maulbeerbäume

München * Der Hofgärtner Anton Häußler erhält den Auftrag, im Lustheimer Garten 800 kleine Maulbeerbäume zu pflanzen und damit „eine Probe aufs Klima“ zu machen. Nach der ersten Überwinterung kann Häußler berichten, dass Aprikosen und andere Bäume trotz Stroheindeckung erfroren seien, die uneingedeckten Maulbeerbäume es dagegen überstanden haben. 

20. März 1754

Hellabrunn wird zum adeligen Sitz erhoben

Giesing * Hellabrunn wird auf Betreiben von Franz Anton Paur zum adeligen Sitz mit dem Namen „Hellenbrun“ erhoben. Der Name „Hellabrunn“ bedeutet sinngemäß „heller Brunnen“, „klares Wasser“ oder „klare Quelle“. Im Zeitalter des Barock waren derartige, wasserbezogene Bezeichnungen für Lustschlösser und Parkanlagen besonders beliebt, etwa „Fontainebleau“ oder „Clairfontaine“.

Einen vergleichbaren Namen trägt auch das Schloss Hellbrunn bei Salzburg, das vor allem durch seine berühmten Wasserkünste bekannt ist. Der Name „Hellabrunn“ dürfte daher weniger auf eine tatsächlich aus dem Berg hervorsprudelnde Quelle zurückgehen als vielmehr auf eine barocke Namensmode und auf die Wasserspiele der Parkanlagen oberhalb der Au. 

Die Wasseranlagen des Schlossgartens Harlaching endeten am Fuß des Berges in rund 25 Fontänen. 

1. Mai 1754

Die Seidenmanufaktur des Anton Häußler

München * Anton Häußler erhält das „Privilegium zur Errichtung einer Seidenmanufaktur in baierischen Landen“

14. Juli 1754

Janus de Garnerin Freiherr von Montgelas heiratet Maria Ursula von Trauner

München * Janus de Garnerin Freiherr von Montgelas vermählt sich mit Maria Ursula Gräfin von Trauner. Ihr gemeinsamer Sohn ist der spätere Staatsminister Joseph Maximilian von Montgelas. 

2. September 1754

Münchens erstes Pfandhaus wird eröffnet

München * Das erste Münchner Pfandleihhaus wird eröffnet, nachdem Kurfürst Max III. Joseph seinem Kammerdiener Sebastian Hueber die Erlaubnis erteilt, Geld gegen Pfänder auszuborgen. Es befindet sich in der Hofstetterschen Behausung an der Rosengasse.

Es ist noch keine städtische Einrichtung, sondern untersteht der kurfürstlichen Verwaltung. Später zieht das Versatzamt in das Haus in der Löwengasse 6, bis der Standort im Jahr 1803 aufgelöst und an die Rochusstraße verlegt wird. 

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